Brüsewitz : Ein Blick ins grüne Klassenzimmer

Einen Eisvogel zeigt Gerald Blödorn (r.) den Schüler der Schweriner Weinbergschule, die in Brüsewitz zu Gast sind.
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Einen Eisvogel zeigt Gerald Blödorn (r.) den Schüler der Schweriner Weinbergschule, die in Brüsewitz zu Gast sind.

Heimische Tierwelt ganz nah: Schüler sind fasziniert von Eisvogel, Adler und Co.

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29. September 2017, 23:15 Uhr

Der Seeadler schaut von der Wand. Der Hecht sperrt sein Maul auf und präsentiert seine spitzen Zähne. Das Mauswiesel setzt zum Sprung an. Das Ei des Höckerschwans liegt seelenruhig auf dem Präsentiertisch. Der erste Blick ins „grüne Klassenzimmer“ der Brüsewitzer Grundschule  fasziniert den Besucher. Er bekommt eine große Bandbreite der heimischen Flora und Fauna präsentiert.

Einer, der diese regionale Naturwelt aus dem Effeff kennt, ist Gerald Blödorn. Der Naturfreund und Hobby-Ornithologe ist mehr als zehn Jahre der Mann hinter dem „grünen Klassenzimmer“. Als Ehrenamtlicher erklärt  er Schülern, was es mit den Tieren, Pflanzen und Gegebenheiten vor der eigenen Haustür auf sich hat. So bekommt auch die Klasse von Heike Frehse  der Weinbergschule   in Schwerin-Lankow einen fundierten Einblick in die Naturwelt. Die Schüler der kooperativen Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung sind fasziniert von den noch lebendig aussehenden, aber ausgestopften Tieren aus heimischen Wäldern, Wiesen und der Luft. „Nicht gleich anfassen, sondern vorher mich fragen, ob das o.k. ist“, lautet der Appell von Gerald Blödorn, der darauf achtet, dass die Exponate gut erhalten bleiben.

 „Für uns ist es spannend, diesen Einblick zu bekommen. Die Schüler können sich hier die Tiere von Nahem ansehen“, erklärt Lehrerin Heike Frehse. Gemeinsam mit Erzieherin Kerstin Schack und Betreuerin Cindy Markiwitz ist sie mit der Klasse anlässlich des schuleigenen Wandertages in Brüsewitz.

Gerald Blödorn freut sich, seiner Erfahrung nach ist Naturkunde wichtig für Schüler. „Oft ist es erschreckend, wie wenig die Kinder wissen. Manchmal können sie nicht einmal die Schwalbe vom Spatz unterscheiden“, erzählt Blödorn. Während seiner Erzählungen, die viel Wissenswertes erhält, ist zu merken, dass es ihm ein Anliegen ist, die Kinder an seinen Erfahrungen mit der Natur teilhaben zu lassen. „Denn“, so sagt Blödorn, „was sie nicht kennen, das werden sie später  nicht vermissen.“

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