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Zeitung für die Landeshauptstadt

18. Dezember 2017 | 04:33 Uhr

Immobilienmarkt : Eigentum immer mehr gefragt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Experten der HypoVereins-Bank sehen weiter Bewegung auf Schwerins Immobilienmarkt: Attraktive Wohnungen werden knapp

von
erstellt am 03.Feb.2015 | 22:00 Uhr

Die Tendenz zur Eigentumsbildung hält in Schwerin an. Das ist ein Fazit des aktuellen Immobilienmarkt-Berichtes der HypoVereinsbank. Eigentumswohnungen haben sich laut der Experten seit 2009 als Immobilientyp in der Landeshauptstadt etabliert und verzeichnen in den vergangenen Jahren hohe Verkaufszahlen. Dabei steige gleichermaßen das Interesse an neuen wie gebrauchten Objekten. Der Markt konzentriere sich auf die innerstädtischen und guten Lagen.

Der Durchschnittspreis für eine neue Wohnung in guter Lage liegt eigenen Erhebungen zufolge derzeit bei 2215 Euro je Quadratmeter, ein Plus von rund 14 Prozent gegenüber dem Jahr 2009. Die Spitzenpreise in Seelage können allerdings bis zu 3000 Euro je Quadratmeter betragen. Angesichts der soliden Nachfrage haben sich auch die Wiederverkaufsperspektiven für Wohnungen deutlich verbessert, die Preise sind mindestens stabil, listen die Experten der HypoVereinsbank auf.

Auch im Mietwohnungsmarkt gäbe es Bewegung. Überkapazitäten wie noch vor wenigen Jahren, seien kaum mehr zu verzeichnen. Während in den sanierten, gewachsenen, zentralen Wohnlagen kaum Wohnungen leer stehen, haben einige Großwohnsiedlungen Belegungsprobleme – besonders randstädtische. Generell gelte jedoch: Das Interesse an sanierten Plattenwohnungen steigt merklich. Das ist auch an obiger Karte zu erkennen, die aufgrund der Nachfrage den Großen Dreesch als Mietwohnstandort besser bewertet als beispielsweise Lankow und das Areal auf gleichem Niveau mit Friedrichsthal sieht. Die durchschnittliche Miete in guten Lagen liegt laut HypoVereinsbank bei 6,50 Euro je Quadratmeter und damit rund neun Prozent über dem Niveau von 2009. Die Spitzenmieten für Wohnungen mit Seeblick können aber durchaus bei 10 Euro je Quadratmeter liegen.

„Die Wohnungsnachfrage ist dank der Attraktivität als Wohnstandort, des Trends zu Niedrigzinsen und der guten ökonomischen Rahmenbedingungen rege“, bilanziert Falko Scheunemann, Leiter der HypoVereinsbank-Filiale Schwerin.

Lebhaft zeige sich die Nachfrage nach Eigenheimen und insbesondere nach Baugrundstücken, weshalb kaum noch Grundstücke zu bekommen sind und nur wenige Häuser gebaut werden. Zudem steigen die Bodenpreise sowie die Preise für ältere Häuser – insbesondere für die nach 1990 errichteten. Abhilfe sollte das Neubaugebiet „Neues Wohnen am Lankower See“ leisten, wo voraussichtlich Mitte des Jahres 2015 Baugrundstücke für 250 Eigenheime angeboten werden können.

Der stärkere Zuzug von älteren Menschen und Familien aus dem Umland dürfte – auch wegen der Schaffung neuer attraktiver Baugebiete – vorerst weiter anhalten. Solange zudem der Anlagetrend dank der Niedrigzinsen anhält, ist bei neuen und modernen Objekten mit einer guten Nachfrage sowie stabilen Miet- und Kaufpreisen zu rechnen. Bevor die Einwohnerzahlen nicht nachhaltig steigen, sei dennoch ein weiterer Wohnungsrückbau unerlässlich, um eine dauerhafte Konsolidierung des Marktes zu gewährleisten, raten die Immobilien-Spezialisten.

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