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Zeitung für die Landeshauptstadt

24. November 2017 | 17:57 Uhr

Der Umwelt zuliebe : Eichen für Klimawald gepflanzt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Sieben Hektar große Fläche bei Herren Steinfeld wird aufgeforstet: Kunden der Wemag und Helfer brachten 2000 Setzlinge in den Boden

von
erstellt am 19.Okt.2014 | 15:34 Uhr

Das ging zügig: Nach gut einer Stunde waren auf der knapp sieben Hektar großen Fläche bei Herren Steinfeld 2000 junge Eichenbäume gesetzt. Hier kann nun ein Klimawald gedeihen. Der regionale Stromversorger, die Wemag, hatte zu dieser Pflanzaktion aufgerufen. Und mehr als 100 Mitarbeiter, Kunden, Geschäftspartner, aber auch Naturfreunde waren am Sonnabendvormittag gekommen.

Die Fläche hatten Mitarbeiter des Forstamtes Radelübbe gut vorbereitet. Zum Pflanzen war das Wetter optimal, so Dietmar Beier, Revierförster von Friedrichsthal, das zum Forstamt Radelübbe gehört. Die Setzlinge – in Bündeln zu je 50 Pflanzen von einer Baumschule aus Pinneberg geliefert– wurden an die Helfer verteilt. Praktische Tipps zu Abstand und Pflanztiefe gaben die Forstleute. Matthias Fiedelmann, Revierförster von Radelübbe: „Die Helfer legen sich richtig ins Zeug.“ Viele seien nicht das erste Mal bei einer Pflanzaktion dabei und hätten schon gewisse Vorkenntnisse.

Zu den Freiwilligen gehörten der Schweriner Axel Behr und seine vierjährige Enkelin Laura aus Hamburg. „Wenn sie groß ist, kann sie sich die Bäume anschauen und im Wald vielleicht auch mal spazierengehen.“ Mit ihren Enkelkindern Luisa (13) und Florian (12) war auch Margarethe Rönckendorf aus Brüsewitz da. „Wir finden die Aktion gut und wollen sie unterstützen“, sagt sie. Und Henry und Petra Haase aus Herren Steinfeld freuen sich, dass neben ihrem Dorf ein Wald entsteht. Auch der Brüsewitzer Bürgermeister Manfred Dutz griff zum Spaten, weil es „ eine sehr gute Sache“ ist.

In den nächsten Tagen setzen die Forstleute die Pflanzung fort. Denn insgesamt kommen auf diesem Areal 40 000 Bäume und Sträucher in den Boden. Neben der Hauptbaumart Traubeneiche werden u.a. Bergahorne, Sommer- und Winterlinden, Flatterulmen und Roteichen gesetzt. Am Waldrand sollen Ebereschen sowie typische Sträucher wie Schlehe und Hagebutten wachsen. In 15 Jahren etwa wird sich aus den Setzlingen schon ein ansehnlicher Wald entwickelt haben.

Über die gelungene Aktion freute sich Wemag-Vorstand Thomas Pätzold. „Mit Ihrem Engagement helfen Sie, das Klima nachhaltig zu verbessern“, sagte er an die Helfer gerichtet. Die Wemag hat die Aktion mit der Landesforst initiiert. Der Stromversorger erwirbt für jeden neuen Gaskunden eine Waldaktie – ein symbolischer Beitrag zur Verbesserung der CO2-Bilanz. Rund 60 000 solcher Aktien konnten bislang verkauft werden, so Dr. Thorsten Permien vom Landwirtschaftsministerium. Vom Erlös werden Bäume gekauft, die dann zum Klimawald heranwachsen können. Klimawälder produzieren Sauerstoff, reinigen die Luft, bieten Lebensräume für Pflanzen und Tiere und dienen der Gesundheit.  

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