Grambow : Ehre für den Moor-Vater

Statt über seine Auszeichnung vom Bundespräsidenten spricht Walter Thiel (l.) mit Hans Martin Lösch und anderen Gästen lieber über die Schönheiten des Grambower Moores.
Statt über seine Auszeichnung vom Bundespräsidenten spricht Walter Thiel (l.) mit Hans Martin Lösch und anderen Gästen lieber über die Schönheiten des Grambower Moores.

Walter Thiel wurde mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet und erzählt von seiner großen Passion

von
15. Dezember 2017, 23:19 Uhr

Das Geheimnis von Walter Thiels Erfolg sei seine „unnachahmliche Art, mit der er Menschen zu Sachen bewegt, die sie wohl ohne seinen Anstoß nie angepackt hätten“, sagt Hans Martin Lösch vom Gut Grambow. Er gehörte zu den Gratulanten, die dem frisch gekürten Träger des Bundesverdienstkreuzes am Donnerstagabend Respekt zollten – für sein Engagement in Sachen Grambower Moor. Denn es war der erste öffentliche Auftritt nach der feierlichen Ehrung in Berlin Anfang Dezember: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ehrte den Schweriner für seine Arbeit.

Walter Thiel ist Anfang der 1990er-Jahre nicht nur ein Freund des Moors geworden. Viele Bücher hat der einstige Forstfachmann gewälzt, Experten befragt und sich ein umfangreiches Moor-Wissen angeeignet, um in den Kampf zu ziehen. Den Kampf zum Erhalt des Grambower Moors. Seinem damaligen Aufgabenbereich im Schweriner Umweltministerium wurden die Moore zugeordnet. Wann ihn genau die große Leidenschaft gepackt hat, kann er gar nicht sagen. „Aber es hat mich nicht mehr losgelassen“, gesteht der 80-Jährige. Geht es um das Grambower Moor, dann hat Walter Thiel viel zu erzählen und auch viel zu zeigen – immerhin hat er ein umfangreiches Foto-Archiv. Und deshalb widmete er sich am Donnerstagabend auch intensiv seinem Moor-Vortrag statt viele Worte über die Auszeichnung zu verlieren. Stolz ist Walter Thiel dennoch über das Bundesverdienstkreuz – aber eben ganz leise.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen