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Kriminalität in Schwerin : Echtes Foto im falschen Ausweis

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

25 000 Euro am Bankschalter erbeutet: Polizei sucht Mann aus Brandenburg

von
erstellt am 08.Apr.2016 | 21:00 Uhr

Mit einem gefälschten Personalausweis 25 000 Euro von einem fremden Konto abheben – im September vergangenen Jahres hatte ein Betrüger mit dieser Masche bei einer Schweriner Bank Erfolg. Lange wird er sich an seiner Beute aber nicht mehr erfreuen können. Die Polizei ist ihm auf der Spur. „Es handelt um einen Mann aus Brandenburg“, sagt Mandy Granowski-Japp vom Sachgebiet Betrug des Schweriner Kriminalkommissariats.

Auf die Fährte des Tatverdächtigen führte die Polizei sein eigenes Passfoto, das er nämlich für den nachgemachten Ausweis verwendete. Und dieses Dokument setzte der Mann noch ein zweites Mal ein. „Nach dem Erfolg bei der einen Bank wollte er am selben Tag noch bei einem weiteren Kreditinstitut Geld abheben, was jedoch misslang“, schildert Mandy Granowski-Japp. Am Schalter sei man misstrauisch gewesen, habe eine Kopie des Personalausweises angefertigt…

Mit dem Bild aus dem Ausweis ging die Schweriner Polizei im März an die Öffentlichkeit (SVZ berichtete), fahndete über die Grenzen von Mecklenburg-Vorpommern hinaus – mit Erfolg. „Kollegen von uns aus Berlin und Süddeutschland haben den Mann erkannt“, erklärt Polizeisprecher Steffen Salow.

Noch ist der mutmaßliche Betrüger auf freiem Fuß, wird nach ihm gesucht. „Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren“, sagt Mandy Granowski-Japp. Und sie kennt auch bereits die Antwort auf die Frage, warum der Tatverdächtige es offenbar gezielt auf die Konten eines bestimmten Schweriners abgesehen hatte. Dem Geschädigten sei mehrere Monate vor dem Betrug die Brieftasche gestohlen worden, so Granowski-Japp. Wahrscheinlich habe sich der Tatverdächtige, ob selbst der Dieb oder nicht, im Besitz der Börse befunden und so Einblick in die Vermögensverhältnisses des Opfers erhalten.

Für die Polizei ist der spektakuläre Fall einmal mehr Anlass, an die Bürger zu appellieren, auf ihre Wertsachen aufzupassen. „Portmonees sollten dicht am Körper getragen werden, möglichst in der verschlossenen Innentasche einer Jacke“, empfiehlt Polizeisprecher Salow. Sein Rat im Falle eines Diebstahls: „EC- und Kreditkarten sollten sofort gesperrt werden.“

Betroffene seien zudem gut beraten, wenn sie umgehend Anzeige erstatteten, so Salow. Denn die Polizei könne eine noch weitergehende Sperrung veranlassen, die verhindere, dass die Diebe mit den erbeuteten Karten auf Shopping-Tour gingen.

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