Schwerin : Durch den Wald nach Consrade

Sackgasse Hamburger Allee: Die Straße endet im südlichen Teil des Mueßer Holzes noch an einem Waldstück.
Sackgasse Hamburger Allee: Die Straße endet im südlichen Teil des Mueßer Holzes noch an einem Waldstück.

Stadt will Pläne für eine Straße vom Mueßer Holz ins Umland bis zum kommenden Jahr konkretisieren

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24. Mai 2019, 05:00 Uhr

Noch endet die Hamburger Allee im Mueßer Holz an einem Waldstück – das soll sich ändern. Nachdem sich die Stadtpolitik bereits für eine Verlängerung der Allee und den Bau einer Verbindungsstraße nach Consrade ausgesprochen hat, will die Verwaltung nun Nägel mit Köpfen machen: Die schon gut zehn Jahre alte Planung für die Straße soll auf den neuesten Stand gebracht werden, sagt Baudezernent Bernd Nottebaum.

Der Baugrund müsse untersucht und vermessen werden, um den Streckenverlauf festzulegen, auch ein Umweltgutachten sei nötig, erklärt Bernd-Rolf Smerdka, Leiter des Fachdienstes Verkehr bei der Stadt. Rund 50 000 Euro veranschlagt er für die Planungskosten.

In Sachen Finanzen muss die klamme Kommune allerdings noch Überzeugungsarbeit beim Innenministerium leisten. Zwar steht die Straße nach Consrade im Doppelhaushalt 2019/20, den das Ministerium als Rechtsaufsichtsbehörde genehmigt hat. Die Investitionsmaßnahme wurde aber von der Caffier-Behörde noch unter Vorbehalt gestellt.

„Auch um Geld für eine aktualisierte Planung in die Hand nehmen zu können, haben wir den Nachweis zu erbringen, dass die Gemeinde Plate, zu der Consrade gehört, mit dem Bau der Verbindungsstraße einverstanden ist“, betont Dezernent Nottebaum. Ein so genannter „Letter of Intent“ müsse von Schwerin und Plate unterschrieben und dem Innenministerium vorgelegt werden.

Die Gemeinde Plate stehe der Verbindungsstraße positiv gegenüber, sagte Bürgermeister Ronald Radscheidt in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates Mueßer Holz. Für die Consrader verkürze sich so der Weg nach Schwerin, zum Einkaufen und zur Arbeit. Wünschenswert sei eine Anbindung an die Kreisstraße, betonte Radscheidt.

Schon zu DDR-Zeiten habe es die Idee gegeben, eine Straße vom Mueßer Holz nach Consrade zu bauen, berichtete Ortsbeiratsvorsitzende Gret-Doris Klemkow in der Sitzung. Die Straße nun auf den Weg zu bringen, sei eine Initiative des Beirates, um den südlichen Teil des Mueßer Holzes zu öffnen und auch für neue Bewohner attraktiv zu machen.

Freilich wurden bei der Beratung des Ortsbeirates auch kritische Stimmen laut. Er befürchte einen stärkeren Durchgangsverkehr, sagte etwa ein besorgter Anwohner aus dem Mueßer Holz.

Wenn das Innenministerium grünes Licht gäbe, könnten die Ergebnisse für eine detaillierte Planung im Frühjahr kommenden Jahres vorliegen, kündigt Dezernent Nottebaum an.

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