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Rasenmäher-Rennen in Demen : Durch den Parcours gemäht

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Geschicklichkeit und Feingefühl waren beim Rasenmäher-Rennen in Demen gefragt – Volleyballerinnen und Motorcrosser waren dabei

svz.de von
erstellt am 28.Aug.2017 | 05:00 Uhr

Mit knatterndem Motor steuert Dino Skoppek den orangefarbenen Husqvarna-Rasenmäher auf die kleine Holzrampe zu. Kurz gestoppt, dann greift er zum Gartenschlauch, beugt sich leicht über das Lenkrad, zieht die Augenbrauen zusammen und zielt mit dem Wasserstrahl auf den Auffangbehälter. Nach ein paar Sekunden kann Kumpel Michi das mit Wasser gefüllte Rohr auskippen, und der 16-jährige Dino düst in bester Rasenmäher-Renn-Manier zum nächsten Hindernis.

Beim achten Rasentrecker-Parcours auf dem Gelände des Demener Evita-Forums war am Wochenende Geschick, Wettkampfgeist und Feingefühl für die motorisierten Gartenhelfer gefragt. „Eigentlich ist das Ganze aus einer Bierlaune heraus entstanden, aber mit den Jahren hat es sich zu einem beliebten Wettbewerb gewandelt, bei dem sowohl Vereine als auch Hobbyfahrer gerne mitmachen“, erzählt Wolfgang Höfer vom Evita-Forum. Er freute sich nicht nur über die Mithilfe der vielen Ehrenamtlichen, sondern auch über die beiden Volleyball-Spielerinnen des SSC. Lauren Barfield und Sabrina Krause probierten vom Bogenschießen bis zum Rasentreckerfahren einiges auf dem Gelände aus. Für die Zuschauer gab es viel zu sehen. So auch für Familie Schöneweiß aus Brüel, die interessiert beobachtete, wie die Rasenmäher-Piloten ihr Geschicklichkeitsglück versuchten. Neben der Rennstrecke bot Thomas Hentschel vom Landesjagdverband für die jüngsten Gäste eine kleine Bastelstunde mi Naturmaterialien an.

Unter den strengen, aber fairen Augen des Schiedsrichter-Teams des Demener Karnevalclubs traten insgesamt 32 Einzelstarter an. Auch die „paralympischen“ Teilnehmer waren wieder dabei. Neu in diesem Jahr: die Frauen wetteiferten um einen eigenen Pokal.

Um den ging es für Dino Skoppek nicht. Der 16-Jährige ist eigentlich mehr PS unter dem Sitz gewöhnt, denn er stammt aus einer Rennsport begeisterten Familie und fährt Motorcross. Vater Guido Skoppek beobachtete das Rennen, denn auf der Nachbarbahn fuhr ein weiteres Skoppek-Familienmitglied: Opa Gerhard zeigte seinem Enkel, dass die paar Jahrzehnte mehr auf dem Buckel sich auszahlten. Denn der 72-Jährige kam im Vorlauf, bei dem es lediglich um eine grobe Einschätzung der Teams ging, als Erster durch das Ziel. Doch das störte den Familienfrieden nicht, schließlich ging es beim Rasenmäher-Parcours auch um den Spaß.

Am Ende gewannen Karsten Klimmer im Einzel, unter den sieben Frauen machte Franzi Blum das Rennen, bei den Mannschaften gewann das Dream-Team und bei den „Paralympix“ holte sich Marco aus Dobbertin die Urkunde ab.

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