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Zeitung für die Landeshauptstadt

17. Dezember 2017 | 09:19 Uhr

Lehrstellen : Drei neue Azubis auf einen Schlag

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Firma Menck-Fenster in Wittenförden wirbt bei der „Woche der Ausbildung“ erfolgreich um betrieblichen Nachwuchs

von
erstellt am 21.Sep.2014 | 19:32 Uhr

Mit Holz zu arbeiten – das sei immer schon sein Traum gewesen, sagt Witiko Schmidt. Und dieser Traum habe sich nun erfüllt. Der 18-jährige Schweriner hat bei der Firma Menck-Fenster in Wittenförden eine Ausbildung zum Holzmechaniker begonnen. „Fenster und Türen braucht jeder, und die praktische Tätigkeit liegt mir“, erklärt Witiko.

Auch Juliane Schneeberg möchte Holzmechanikerin werden. „Es macht einfach Spaß mit Holz zu arbeiten“, betont die 23-jährige Schweriner, die ebenfalls in diesem Monat ihre Ausbildung bei Menck begonnen hat. Eine Lehre zum Technischen Produktdesigner absolviert Edgar Tauscher seit dem 1. September. „In diesem Job ist Kreativität gefragt, das gefällt mir“, so der 17-Jährige.

Das Besondere: Alle drei Azubis haben ihre Lehrstelle bei der „Woche der Ausbildung gefunden“. Anfang April hatte die Schweriner Arbeitsagentur mit verschiedenen Aktionen gezielt Akzente gesetzt, um jungen Menschen die Berufsorientierung zu erleichtern (wir berichteten). So konnten Mädchen und Jungen nicht nur mal einen Tag bei der Firma Menck hinter die Kulissen schauen, sondern auch im Fleischwerk Edeka Nord in Valluhn eine Wurst herstellen oder im Westmecklenburg Klinikum Helene von Bülow in Ludwigslust die breite Vielfalt von Berufen in einem Krankenhaus erleben. Oft stimmten die Wünsche der Schulabgänger nicht mit dem überein, was die Betriebe suchen“, sagte der Leiter der Schweriner Arbeitsagentur, Dirk Heyden, zum Auftakt der Woche der Ausbildung. Er empfehle deshalb allen Jugendlichen, die auf der Suche nach einer Lehrstelle sind, rechtzeitig mit der Berufsberatung der Arbeitsagentur ins Gespräch zu kommen. „Denn nur wer sich genau informiert, kann sich auch richtig entscheiden“, so Heyden.

Witiko, Juliane und Edgar beließen es nicht bei der kurzen Stippvisite im Wittenfördener Menck-Werk, sie machten gleich ein mehrtägiges Praktikum im Betrieb – und dabei einen guten Eindruck. Wer etwa eine Ausbildung zum Holzmechaniker machen wolle, der müsse nicht nur mit Säge und Hobel umgehen können, sondern brauche auch ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen und solide Rechen-Kenntnisse, erläutert Lehrausbilder Günter Siemes. Witiko und Juliane erfüllten diese Voraussetzungen. Auch Rüdiger Hoch, Ausbilder für den Bereich Produktdesign, ist mit seinem neuen Lehrling Edgar zufrieden.

„Wir freuen uns sehr, dass wir die jungen Leute für unserer Unternehmen gewinnen konnten“, sagt Geschäftsführer Rolf Menck. Geeignete Auszubildende zu finden, sei gar nicht so leicht. „Viele Jugendliche verlassen gleich nach der Schule die Region“, erklärt Menck. Um so schöner sei es, dass über die Woche der Ausbildung gleich drei junge Menschen an den Betrieb gebunden werden konnten. „Wir brauchen Nachwuchs, und der Nachwuchs bekommt im Unternehmen auch die Chance, sich weiterzuentwickeln und Verantwortung zu übernehmen“, unterstreicht Menck.

Insgesamt elf junge Leute machen derzeit ihre Ausbildung bei der Firma Menck, die an ihrem beiden Standorten in Wittenförden und Hamburg rund 100 Mitarbeiter beschäftigt. Holz- und Holzmetall-Fenster, aber auch Türen und Fassaden stellt das traditionsreiche Unternehmen her, größtenteils für den deutschen Markt, aber auch für England, die USA, die arabische Welt und China.

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