Raben Steinfeld : Drei junge Ginkgos für den Park

Pflanzaktion im Park von Raben Steinfeld:  Absolventen der Forstschule, Gemeindearbeiter und der Bürgermeister bringen die Ginkgos in die Erde.
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Pflanzaktion im Park von Raben Steinfeld: Absolventen der Forstschule, Gemeindearbeiter und der Bürgermeister bringen die Ginkgos in die Erde.

Absolventen der einstigen Forstfachschule helfen bei Gestaltung und wollen zugleich an Verbindung zu Laos erinnern

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04. Dezember 2014, 23:05 Uhr

Der neu gestaltete Park von Raben Steinfeld hat Nachwuchs bekommen – exotischen Nachwuchs. Absolventen der einst im Schloss ansässigen Forstschule haben im Südteil des Parkes drei Ginkgo-Bäume gepflanzt. Die Wahl fiel nicht zufällig auf das aus Asien stammende lebende Fossil. „Wir wollen mit diesen Bäumen auch an unsere loatischen Mitschüler erinnern“, hebt Siegfried Gregor hervor. Denn in den 1970er-Jahren gab es in zwei Jahrgängen junge Männer aus Laos an der Forstschule. „Die waren nicht nur bei uns voll integriert, sondern im ganzen Dorf beliebt“, blickt Gregor zurück. Ehemalige Schüler in Raben Steinfeld waren auch Dieter Petrizki aus Schwerin, Manfred Göring aus Malchow und Klaus Weiberg aus Langen Brütz. Günter Schmidt war einer ihrer Dozenten. Jetzt trafen sich die betagten Herren zur Pflanzaktion wieder.

Gregors ganz persönliche Verbindung zu dem südostasiatischen Land ist zudem besonders eng. In den 1980er-Jahren war der Magdeburger dort zu Gast und in der Forstwirtschaft tätig. Heute arbeitet Siegfried Gregor bei Engagement Global mit. Das ist eine Organisation, die sich weltweit für nachhaltige Entwicklung und die Vernetzung der Partner rund um den Globus einsetzt. „Genau das haben wir damals schon hier in Raben Steinfeld gemacht“, betont Siegfried Gregor. Als im Vorjahr ein großes Absolvententreffen an der einstigen Forstschule stattfand, wurde die Idee geboren, auch darauf im Park hinzuweisen. Und nun wurde sie umgesetzt.

Bürgermeister Horst-Dieter Kobi und die Gemeinde Raben Steinfeld unterstützten die Aktion. Gemeinsam wurde auch der Standort der Ginkgos ausgesucht. „Solche Neupflanzungen sind aber die Ausnahme“, betont Kobi. „Schließlich wurde unser Park als Denkmal wiederhergestellt.“ Einen Ginkgo gab es hier bislang nicht. Doch der ist seit Goethes Zeiten ein typischer Parkbaum in Europa. Und gleich nebenan steht ein weiterer Exot – ein Riesenmammutbaum. „Den habe ich als Schüler mitgepflanzt“, erinnert sich Manfred Göring. Die jetzt gepflanzten Ginkgos werden noch viele Jahre brauchen, bis sie an die stattliche Größe des Mammutbaumes auch nur heranreichen. Die Setzlinge hat Siegfried Gregor eigenhändig gezogen, sie sind sechs, sieben Jahre alt.

Doch egal ob alte oder neue Exoten. Der Raben Steinfelder Park bietet vor allem heimischen Gehölzen Platz. Bei der Sanierung im Auftrag der Gemeinde ist er von viel Wildwuchs befreit worden, so dass heute Licht und Raum zur Geltung kommen. Das loben die Forstfachleute unisono. „Der Park Raben Steinfeld war und ist für uns ein besonderer Ort – verbunden mit vielen tollen Erinnerungen“, hebt Dieter Petrizki hervor.

Die jetzige Pflanzaktion war daher auch nicht die erste, sondern die Fortsetzung zum Jubiläumstreffen im Vorjahr. Damals halfen die Absolventen der Forstschule mit, an einer Querachse durch den Park eine Ebereschen-Reihe anzulegen. Bei der Ginkgo-Pflanzaktion vor wenigen Tagen schauten die Forstfachleute natürlich auch gleich nach, wie sich die Vogelbeerbäume seitdem entwickelt haben und sorgten für eine Nachpflanzung.

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