Schweriner planen mit : Drei Ideen für Schlachtermarkt

Ein Bild vom Schlachtermarkt um 1910: Der Blumen- und Gemüsemarkt entstand in den Jahren 1886 bis 1897 durch den Abriss der westlichen Häuserzeile. Der Schlachtermarkt ist Bestandteil des Denkmalbereiches „Altstadt“ und steht damit unter besonderem Schutz.
Ein Bild vom Schlachtermarkt um 1910: Der Blumen- und Gemüsemarkt entstand in den Jahren 1886 bis 1897 durch den Abriss der westlichen Häuserzeile. Der Schlachtermarkt ist Bestandteil des Denkmalbereiches „Altstadt“ und steht damit unter besonderem Schutz.

Noch bis zum Jahresende können Schweriner online diskutieren über die Neugestaltung des Platzes, die 2019 beginnt

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29. Dezember 2016, 12:00 Uhr

Etwa 1,4 Millionen Euro kostet die Sanierung des Schlachtermarktes, die 2019 beginnen soll. Dabei sollen nicht nur marode Platten ausgetauscht, sondern auch alle alten Linden gefällt und neue Bäume gepflanzt werden. Wie viel Parkplätze entstehen können, ob es womöglich Treppen rund um den Brunnen gibt, darüber sollen auch hier die Schweriner mit entscheiden dürfen. Genau wie bei der Umgestaltung des Großen Moores gibt es hier ein Bürgerforum im Internet. Bis Ende des Jahres kann man sich hier noch einbringen. Genau wie beim Großen Moor werden Interessierte bei einer Versammlung im Januar im Rathaus über die Varianten informiert.

Die bislang letzte Verschönerung des innerstädtischen Platzes liegt fast 40 Jahre zurück. Mittlerweile sei der Platz nicht nur unschön, sondern auch unsicher, so Baudezernent Bernd Nottebaum: „Aufbrüche und hochgedrückte Platten gefährden die Verkehrssicherheit und den Anliegerverkehr. Barrierefreiheit kann nicht durchgängig gewährleistet werden.“ Auch das touristische Entwicklungskonzept sehe am Schlachtermarkt dringenden Handlungsbedarf. Realisiert werden kann die lange gewünschte Maßnahme nun durch das Programm zur Förderung kommunaler Investitionen.Das Land würde den Eigenanteil der Stadt zu 90 Prozent fördern, so die Verwaltung. Um in den Genuss dieses Geldes zu kommen, müsste das Vorhaben aber bis 2020 abgeschlossen sein. Die Anlieger würden an den Kosten durch Ausbaubeiträge beteiligt, die bei bis zu 75 Prozent des beitragsfähigen Aufwandes lägen.

In der Variante, die die Verwaltung favorisiert, gibt es 18 statt bisher 16 Bäume, das Raster werde so verändert, dass der Platz variabler genutzt werden könne. Dunkles Pflaster in der Mitte wird durch helles eingefasst, es gibt neue Bänke, versenkbare Elektroanschlüsse und Papierkörbe. 16 Parkplätze im südlichen Platzbereich sind geplant, zwei mehr als bisher.

In einem anderen Vorschlag wird der Platz um den Brunnen durch eine 4,50 Meter breite Kante verkleinert und optisch zur Schlachterstraße abgegrenzt. Dabei können weniger Bäume gepflanzt werden. In der letzten Variante werden Höhenunterschiede durch Treppen an drei Seiten des Platzes ausgeglichen. Die Anordnung der Bäume bleibt wie heute. Der Fäll-Idee vorausgegangen ist ein Gutachten, das die Linden als „stark geschädigt“ einstuft und Neupflanzungen empfiehlt. Sie sollen mit einem durchwurzelungsfähigen Substrat im Unterboden versehen werden. Nachträglich lasse sich das bei den alten Bäumen nicht bewerkstelligen.

Bei der Umgestaltung des Platzes 1979 wurde der Brunnen des Berliner Bildhauers Stefan Horota aufgestellt. Er zeigt auf dem umlaufenden Bronzereliefband Motive aus dem mecklenburgischen Volkslied „Von Herrn Pastorn sien Kauh“. Ein Glockenspiel auf der Rückseite des Rathauses liefert die Melodie des Liedes. Bislang erklang die Melodie des Volksliedes täglich um 12 Uhr, jetzt gibt es mehr davon: In Anlehnung an die früheren Marktzeiten ist das Lied um 9 Uhr, um 12 Uhr und um 17 Uhr zu hören.


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