Neuer Kindergarten : Dreescher Werkstätten bauen Kita

 

 

Kindertagesstätte mit integrativen Gruppen und Randzeitenbetreuung entsteht im nächsten Jahr im Gewerbegebiet Süd

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31. August 2015, 21:00 Uhr

An ihrem Standort Robert-Bunsen-Straße werden die Dreescher Werkstätten gGmbH erstmals eine Kindertagesstätte eröffnen. Die Einrichtung steht unter dem Leitmotiv der Inklusion und ist mit Öffnungszeiten zwischen 5.30 und 21 Uhr als Randzeiten-Kita geplant. Krippe und Kindergarten werden in der ersten Ausbaustufe rund 70 Betreuungsplätze bieten, die vorrangig den Mitarbeitern der Dreescher Werkstätten und verschiedener Unternehmen in Süd zur Verfügung stehen sollen. Darüber hinaus wird die Einrichtung auch für Kinder aus dem gesamten Stadtgebiet offen sein.

„Arbeitsnahe Kinderbetreuung ist ein ganz großes Thema und die Dreescher Werkstätten schieben damit ein Pilotprojekt in der Region an“, lobt Marcus Nürnberger, der bei der IHK unter anderem für die Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zuständig ist. Deshalb ist es naheliegend, bei den Firmen im Industriepark Süd wie Flamm-Aerotec oder Nestlé das künfige Angebot bekannt zu machen. „Die Kita ist für das Gewerbegebiet ganz klar ein Standortfaktor, mit dem die Stadt werben kann“, sagt Nürnberger.

Das Echo auf die Ankündigung der Dreescher Werkstätten, nun auch den Bereich Kita besetzen zu wollen, ist daher entsprechend positiv. Das Wirtschaftsministerium hat eine Förderung in Aussicht gestellt, die Stadt will das notwendige Grundstück verkaufen und in der gemeinnützigen Gesellschaft selbst freuen sich die Mitarbeiter, bald eine Kita am Arbeitsplatz zu haben.

„Ich freue mich, dass wir mit diesem Projekt nicht nur unser Angebot erweitern können, sondern auch den Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder besonders in Randzeiten ein gutes Stück weiter decken. Darüber hinaus können wir so rund 15 bis 20 qualifizierte Facharbeitsplätze schaffen“, sagt Stephan Hüppler, Geschäftsführer der Dreescher Werkstätten gGmbH. „Mit unserem integrativen Ansatz in der Kindertagesstätte wollen wir die Kinder dabei unterstützen, selbstbewusste, konfliktfähige und tolerante Menschen zu werden, die solidarisch und demokratisch denken und handeln.“

Selbst als Entwickler und Betreiber der Kita zu agieren hat für Hüppler viele Vorteile: „Gerade bei den Themen Inklusion und Integration wissen wir am besten, was wir brauchen und haben so Gestaltungsspielraum“, erklärt der Geschäftsführer. Zudem könne auch schon in der derzeitigen Planungsphase auf besondere Bedürfnisse von Firmen reagiert werden, deren Mitarbeiter das Angebot nutzen wollen.

Baubeginn wird 2016 sein. Die nächsten Schritte sind der Grundstücksankauf von der Stadt Schwerin und die Gewinnung von Kooperationspartnern für die betriebsnahe Kindertagesstätte. In Zusammenarbeit mit der IHK findet voraussichtlich Ende Oktober eine erste Informationsveranstaltung statt, auf der das Konzept und die Kooperationsmöglichkeiten den interessierten Unternehmen vorgestellt werden. Dann soll auch schon ein erster Architektenentwurf gezeigt werden. Geht es nach den Dreescher Werkstätten werden bereits Ende kommenden Jahres die ersten Kinder betreut.

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