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Zeitung für die Landeshauptstadt

20. November 2017 | 01:35 Uhr

Grüner Daumen : Dorfgeister ernten bald Kürbisse

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Dalberger Kindertagesstätte beteiligt sich an der SVZ-Aktion: Trotz Schneckenplage reifen sechs Früchte

von
erstellt am 07.Sep.2016 | 23:37 Uhr

Die „Kleinen Dorfgeister“ von Dalberg werden in diesem Herbst ihre Kita mit selbst gezogenen und geernteten Kürbissen schmücken. „Ob es noch für eine Kürbissuppe reicht, müssen wir abwarten“, erzählt Kita-Leiterin Jeanine Kindel. Die Hoffnung auf die ganz große Ernte haben die 64 Mädchen und Jungen sowie ihre Erzieherinnen aber begraben müssen. „Unsere Kürbisgeschichte ist zur Leidensgeschichte geworden“, sagt Kindel. „Gefräßige Schnecken haben uns einen Strich durch die Rechnung gemacht.“

Dabei gingen die Dalberger zuversichtlich an das Kürbisprojekt. Im Juli brachte Bürgermeister Helmut Haberer von einer SVZ-Gesprächsrunde in Brüsewitz jede Menge Tütchen mit Kürbissamen unserer Aktion „Kürbis-König“ mit. Schließlich gibt es an der Dalberger Kita ein kleines Areal, auf dem die Kinder gärtnern. Vor allem Kräuter wachsen dort, aber auch Erdbeeren und Johannisbeeren. Die werden nicht nur gehegt und gepflegt: Die Früchte schmecken den Kleinen. Der selbst gemachte Kräuterquark ist als Brotaufstrich sehr beliebt. Und in diesem Jahr sollten möglichst viele selbst gezogene Kürbisse hinzukommen.

Die ersten Schritte waren auch sehr hoffnungsvoll. 20 Samenkörner aus den SVZ-Tütchen wurden von den Kindern aus der Bären- und aus der Mäusegruppe in Töpfe gesetzt, die kamen auf die Fensterbänke. Etwa zwei Wochen später zeigten sich zur Freude der Kinder die ersten Sprösslinge. Die legten schnell zu, schossen in die Höhe. Daher kamen sie für gut vier Wochen in ein Gewächshaus. Dort wurden aus den Sprösslingen kräftige Pflanzen mit schon zehn Zentimeter langen Ranken. „Da wurde es höchste Zeit, die Kürbisse bei uns in den Garten zu setzen“, erzählt Jeanine Kindel. Und prompt schlugen die Schnecken zu. „Wir hatten bis dahin keine Verluste zu beklagen. Aber die Schnecken haben uns wohl schon erwartet.“ Als die Mädchen und Jungen ihr Kürbisbeet pflegen wollten, mussten sie feststellen, dass es von Mal zu Mal weniger Pflanzen wurden. Ein Jammer, den auch die geübten Gärtner unter den kleinen Dorfgeistern nicht so leicht wegsteckten. Doch eine Hand voll Pflanzen hielt durch, zeigte die gelben Blüten und setzte Früchte an. „Sechs reifen jetzt heran“, berichtet Kindel. Der größte Kürbis hat schon einem Umfang von 40 Zentimetern – wie das Nachmessen ergab. Doch die Gärtner hoffen, dass auch die anderen noch nachlegen.

Die Schnecken haben zudem nicht nur den Garten an der Dalberger Kita heimgesucht. „Wir hatten bei unserem Sommer-Forscherfest Mitte Juli auch SVZ-Kürbistütchen verteilt“, erzählt die Kita-Leiterin. „Von zahlreichen Eltern erfuhren wir inzwischen, dass auch bei ihnen die Schnecken gewütet haben...“

Das ist zwar nur ein kleiner Trost, lässt aber den Stolz der Kinder auf ihre Kürbisse wachsen.

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