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Busse und Bahnen in Schwerin : Doppelwechsel beim Nahverkehr

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Heute der Fahrplan, im September der Geschäftsführer: Schweriner Verkehrsbetrieb fährt mit neuem Kursbuch und neuem Chef

von
erstellt am 29.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Der Schweriner Nahverkehr steht vor einem doppelten Wechsel: Am heutigen Sonnabend wird zunächst der Fahrplan ausgetauscht, zum 1. September dann der Geschäftsführer. Norbert Klatt, seit Mitte der 90er-Jahre an der Spitze des Verkehrsbetriebes, scheidet auf eigenen Wunsch kurz vor seinem 60. Geburtstag aus dem Unternehmen aus. Sein Nachfolger, Wilfried Eisenberg, steht schon in den Startlöchern.

Seit Anfang des Monats bereits arbeitet Eisenberg im Betrieb, leitet mit Klatt gemeinsam die Geschicke des Nahverkehrs. Von September an wird der 49-jährige Diplom-Ingenieur die alleinige Verantwortung übernehmen. Busse und Straßenbahnen sind Eisenberg ein Herzensanliegen. Beim Rostocker Verkehrsbetrieb hat er gelernt, brachte es nach berufsbegleitendem Studium der Elektrotechnik und Betriebsleiter-Ausbildung bis zum Technischen Vorstand. 2012 wechselte der gebürtige Warnemünder in den Vorstand der Bremer Straßenbahn AG, war danach mehrere Jahre als freiberuflicher Berater in Sachen ÖPNV tätig. „Als Geschäftsführer des Schweriner Nahverkehrs wieder nach Mecklenburg-Vorpommern zurückzukehren, hat mich gereizt“, sagt Eisenberg. Der Verkehrsbetrieb der Landeshauptstadt sei sehr gut aufgestellt, könne sich mit seinen 16 Millionen Fahrgästen im Jahr und einem relativ geringen Zuschuss aus der Stadtkasse im Bundesvergleich sehen lassen. Und der neue Chef hat auch schon Ideen, wie er das Unternehmen weiter voranbringen will. „Ich möchte die Elektromobilität stärken“, erklärt Eisenberg. Der Geschäftsführer setzt übrigens auch privat auf Bus und Bahn. „Ich habe kein Auto, nur ein Fahrrad“, sagt er.

Der neue Fahrplan des Nahverkehrs, der heute in Kraft tritt, trägt noch die Handschrift von Norbert Klatt und seinem Team. Nach der Straßenbahn-Linie 2 rollen nun auch wieder die Busse der Linien 12 und 14 durch die Wittenburger Straße zum Marienplatz. „Auf Wunsch vieler Fahrgäste verkehren aber die Straßenbahnen der Linie 4 weiterhin zwischen Kliniken und Neu Pampow“, sagt Klatt. Auch die Splittung
der Buslinie 7 über die Haltestellen „Langer Berg“ und „Technologiezentrum“ werde beibehalten. Um die Waldorfschule besser anzubinden, fahre auf der Linie 8 während der Schulzeit probeweise ein Bus um 7 Uhr von Lübstorf bis zur Jugendherberge, bei der Herberge starteten dann am Nachmittag zwei Busse zur Rückfahrt nach Lübstorf, so der Geschäftsführer. Aus dem bisherigen Probebetrieb der Linie 20 zu den Göhrener Tannen werde ein festes Angebot. „Die Zahl der Fahrgäste Richtung Industriepark hat sich gut entwickelt“, berichtet Klatt.

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