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20. November 2017 | 03:28 Uhr

Doppelter Lückenschluss an der B 106

vom

svz.de von
erstellt am 28.Feb.2013 | 09:48 Uhr

Zickhusen | Die Stümpfe der einst prächtigen Alleebäume an der B 106 in Zickhusen vermitteln den Durchreisenden einen eher traurigen Eindruck. Für die Anwohner jedoch sind sie ein gutes Zeichen: Der Ausbau der Ortsdurchfahrt hat begonnen. Im Mai soll es hier richtig losgehen. Doch noch im Februar, vor Beginn der Vegetationsperiode, mussten die 21 Bäume weichen. Sie standen dem Ausbau im Wege.

Der wird von den Zickhusenern schon lange eingefordert. Schließlich wurde die Bundesstraße 106 zwischen Schwerin und Wismar in den zurückliegenden Jahren Stück für Stück saniert. Nur die 480 Meter innerhalb des Dorfes blieben übrig. Die Hauptstraße durch den Ort ist dabei nicht nur wegen ihres baulichen Zustandes ein Sorgenkind: Vor allem der Abfluss des Regenwassers ist bislang ein Problem. Denn das läuft zum größten Teil auf die tiefer liegenden Grundstücke der Anwohner und setzt diese mehrmals im Jahr regelrecht unter Wasser. Mit Notreparaturen wurde nach Protesten der Zickhusener dann Ende 2011 ein wenig Abhilfe geschaffen. Zugleich wurde damals vom Land und vom Straßenbauamt auch versprochen, die grundlegende Sanierung der

B 106 in Angriff zu nehmen. Gemeinde Zickhusen und Zweckverband Schweriner Umland sind dabei mit im Boot. Denn nicht nur die 6,50 Meter breite Fahrbahn wird neu gebaut. Im Dorf entsteht auch ein drei Meter breiter Geh- und Radweg. Und da alles aufgebuddelt wird, lässt der Zweckverband gleich seine Trinkwasserleitungen erneuern. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 1,4 Millionen Euro, informiert Wilfried Schubert, Dezernent im Straßenbauamt, auf SVZ-Nachfrage. Der Bau wird sich aber zeitlich in die Länge ziehen - bis Ende Juli 2014.

Damit die Verkehrseinschränkungen nicht zu gravierend werden, soll die Bundesstraße 106 während der gesamten Bautätigkeit auf einer Spur befahrbar bleiben. Aber Laster sollen Zickhusen umfahren: Auf der anderen Seite des Schweriner Sees steht schließlich mit der A 14 eine Nord-Süd-Verbindung zur Verfügung. Außerdem können Lkw von Wismar aus über die B 208 bis Mühlen Eichsen fahren und dann auf der Grevesmühlener Chaussee bis zur Schweriner Ortsumgehung bei Warnitz. Diese Strecke wird als Umleitung ausgeschildert - in beide Fahrtrichtungen.

Doch der Straßenbau ist nicht das einzige Projekt bei Zickhusen, dass das Straßenbauamt umsetzten will. Für 2013 ist vorgesehen, die beiden noch klaffenden Lücken im Radweg an der B 106 zu schließen. Von Zickhusen bis Lübstorf und auch zwischen dem Trebbower Abzweig und Kirch Stück fehlt noch der Radweg. Um beide Teilabschnitte zu errichten, werden nicht ganz eine Million Euro nötig sein. Dieser doppelte Lückenschluss, an der B 106, war von den Anwohnern der Region vehement gefordert worden, zuletzt mit einer großen Fahrraddemo der Zickhusener im Herbst.

"Dass nun beide für die Zickhusener wichtigen Straßenbauprojekte in Angriff genommen werden, freut uns sehr", betont Zickhusenes Bürgermeister Hansjörg Rotermann. Die Pläne für den Ausbau der B 106 waren mit der Gemeinde abgestimmt. Dass nun auch der Radweg in diesem Jahr errichtet werden soll, überrascht und freut das Gemeindeoberhaupt gleichermaßen. "Wir haben für beide Vorhaben aber auch wichtige Vorleistungen getroffen und uns als Gemeinde so gut wie möglich eingebracht", unterstreicht Rotermann.

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