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Zeitung für die Landeshauptstadt

19. Oktober 2017 | 13:10 Uhr

Kunst-Projekt : Doppelte Chance beim Jugendpreis

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Crivitzer Siebtklässler von der Regionalen Schule für ein Kunst-Projekt und Kita „Uns Lütten“ mit Plattdeutsch-Kurs nominiert

svz.de von
erstellt am 18.Jun.2014 | 16:00 Uhr

Geht der Förderpreis für Kunst- und Kulturarbeit mit Kindern und Jugendlichen im Landkreis Ludwigslust-Parchim in diesem Jahr nach Crivitz? Diese Frage kann erst am 24. Juni beantwortet werden. Denn am nächsten Dienstag werden die Preisträger auf dem Golchener Hof bei Brüel bekannt gegeben. Die Chancen, dass eine Crivitzer Aktion ausgezeichnet wird, stehen aber gut. Denn zwei der acht vorgeschlagenen Projekte betreffen Crivitzer Gruppen.

„Einen Preis zu gewinnen, das wäre natürlich toll“, sagt Diana Schröter, Klassenlehrerin der 7b an der Regionalen Schule Crivitz. „Uns wäre aber wichtiger, dass unser Projekt umgesetzt wird. Dafür würden wir auch einen Teil des Preisgeldes einsetzen.“ Worum geht es? Die jetzigen Siebtklässler haben sich im vorigen Jahr mit Sagen der Region beschäftigt. Dabei hörten sie vom Crivitzer Fischregen: Am 5. November 1792 regnete es demnach nämlich Fische in Crivitz. Wahrscheinlich war eine Windhose schuld, die Wasser und Fische vom Barniner See bis in die Stadt getragen hatte. Dieses Ereignis wollen die Schüler sichtbar machen und den Ortseingang der Stadt, aus Richtung Parchim kommend, mit einer Fischregen-Figur gestalten.

Drei Modelle fertigten die Siebtklässler dafür bei Projekttagen an. Die Unterschiede liegen nicht nur in der künstlerischen Gestaltung. Holz, Metall und Backstein werden als Materialien vorgeschlagen. Und für jeden Werkstoff gibt es gute Gründe. „Die meisten Häuser bei uns wurden mit Backsteinen gebaut“, begründet Benjamin Schwarz. Holz wurde und wird im Crivitzer Sägewerk verarbeitet. Das erfuhren die Schüler bei einer Besichtigung. „Es ist ein warmer Baustoff, der uns am besten gefällt“, sagt Torben Stamer für diese Gruppe. Und Ann-Kathrin Bauer berichtet: „Wir wollten unbedingt einen Wasserstrudel darstellen. Das geht am besten mit Metall.“ Ob eines der Modelle zur Vorlage für die Neugestaltung des Stadteinganges in der Parchimer Straße wird, steht noch nicht fest. Britta Brusch-Gamm will sich dafür einsetzen. Und das nicht nur, weil sie die neue Bürgermeisterin der Stadt ist. Als Vorsitzende des Vereins „Bürger für Crivitz“ hat sie dieses Projekt angeregt, mit angeschoben und unterstützt. Auch der Vorschlag zur Auszeichnung mit dem Jugendpreis kam vom Verein. Lehrerin Diana Schröter betont noch einen weiteren Aspekt: „Wenn ein Vorschlag umgesetzt wird, dann bitte mit den Schülern, die so gleich das entsprechende Handwerk in der Praxis erleben könnten.“

Neben diesem Projekt ist noch eine weitere Crivitzer Aktion für den Jugendpreis vorgeschlagen. Die einstige Grundschullehrerin Ingrid Bluhm und Erzieherin Kerstin Kruschinski bringen Vier- bis Sechsjährigen aus der Kita „Uns Lütten“ plattdeutsche Alltagsbegriffe bei. „Damit haben wir vor vier Jahren begonnen“, erzählt Kruschinski. Ingrid Bluhm brachte dafür Erfahrungen aus dem von ihr gegebenen Plattdeutsch-Unterricht mit. Kerstin Kruschinski bildete sich dafür extra weiter. Mit Liedern, Gedichten und von den Kindern ausgewählten Geschichten wird den Kleinen so die Sprache ihrer Vorfahren vermittelt. 14 Mädchen und Jungen machen derzeit mit.

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