zur Navigation springen
Zeitung für die Landeshauptstadt

13. Dezember 2017 | 10:04 Uhr

Schleifmühle Schwerin : Doppelt fährt sich besser

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Neben der denkmalgeschützen Schleifmühle entsteht ein zweiter Übergang, der Fuß- und Radweg aufnehmen wird

von
erstellt am 20.Okt.2015 | 21:00 Uhr

Baustellenhauptstadt Schwerin: Derzeit steht zwar der Neubau der Eisenbahnbrücke in der Wittenburger Straße im Fokus, doch nicht minder schnell gehen die Arbeiten an der Schleifmühlenbrücke voran. „Alle Versorgungsleitungen – und das sind mehr als ein Dutzend– die an die alte Brücke angehängt worden waren, sind bereits umverlegt. Sie verlaufen jetzt etwa drei Meter weiter südlich von der alten Brücke tief unter dem Schleifmühlengraben hindurch“, berichtet Dr. Bernd-Rolf Smerdka, der Leiter des städtischen Amtes für Verkehrsmanagement, über den aktuellen Baufortschritt. Fertig sind zudem die vier Stützpfeiler der neuen Fußgänger- und Radwegbrücke, die südlich der alten entsteht.

„Wir brauchen diesen kleinen Bruder der historischen Straßenbrücke, weil die Statik des alten Bauwerks aus dem Jahre 1861 durch mehrere Anstückelungen aus den Fugen geraten ist“, erklärt Smerdka. Nachdem sich 2012 Risse gebildet hatten, musste die Brücke aus Sicherheitsgründen halbseitig gesperrt werden, berichtet der Verkehrsplaner. Doch anders als in der Wittenburger Straße darf die alte Brücke nicht abgerissen werden: Ihr Gewölbe steht unter Denkmalschutz.

„Wir werden das schadhafte Mauerwerk abtragen und durch Beton ersetzen, ebenso den gesamten Überbau über dem Gewölbe, das wir quasi als Schalung für den künftigen Stahlbetonkörper der neuen Straßenbrücke nutzen werden“, erläutert Brückenbauingenieur Jörg Klawonn, der Bauleiter der Stadt.

Zunächst jedoch wird die 2,50 Meter breite kleine Brücke gebaut. Die Stahlsäulen für ihre Träger stecken neun Meter tief im Boden. Fertig ist zudem das erste Betonfundament für die Widerlager. Diese werden nächsten Monat gebaut. „Wir kommen gut voran. Der Untergrund macht keine größeren Probleme und auch die Baugrube bekommen wir problemlos trocken“, sagt der Bauleiter, Diplombauingenieur Frank Heidelk von der Firma Jürgen Martens aus Wittenförden.

„Am 1. Dezember wird die Fußgängerbücke in einem Stück eingesetzt. Dafür wird an diesem Tag eine Vollsperrung der Straße notwendig. Die Umleitung erfolgt über die Schlossgartenallee“, erläutert Dr. Smerdka die nächsten Schritte. Danach werde die Straßenbrücke in Angriff genommen. Der Schleifmühlengraben soll entweder schon im Winter, spätestens aber im Frühjahr geflutet werden.

Das freut den Betreiberverein der Schleifmühle. „Wir kommen mit den Bauarbeiten ganz gut zurecht. Wichtig ist für uns, dass sich zum Beginn der neuen Saison nächstes Jahr zu Ostern das große Wasserrad wieder dreht“, sagt Schleifmüller Waldemar Leide. Zunächst jedoch soll an diesem Wochenende das Herbstfest gefeiert werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen