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Standort gesucht : Dobin am See: Wo soll das Gemeindehaus entstehen?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Pfarrhaus und alter Jugendklub im Gespräch: Bürgerversammlung einberufen und wieder abgesagt

Es rumort in der Gemeinde Dobin am See. Bürger, Gemeindevertreter und Vereine diskutieren über die Einrichtung eines Dorfgemeinschaftshauses – und kommen nicht auf einen Nenner. Eine für Dienstag einberufene Einwohnerversammlung wurde abgesagt.

Es gab einmal ein Dorfgemeinschaftshaus im Ortsteil Retgendorf. In einem Flachbau in der Seestraße saß einst die Gemeindeverwaltung. Dann wurde es ein Kindergarten. Als die Diakonie eine neue Kita baute, investierte die Gemeinde, baute ein neues Spritzenhaus und richtete das unmittelbar daneben stehende Gebäude her – als Schulungs- und Aufenthaltsraum der Feuerwehr und zur Nutzung durch die Einwohner. Doch dann reichte der Platz im neuen Kindergarten nicht aus. Das Gemeinschaftshaus wurde wieder Kita.

Doch jetzt macht der Garten- und Dorfpflegeverein Retgendorf Druck. Er organisiert Spielenachmittage, Lesungen, Vorträge und Diskussionsrunden unter ungünstigsten Raumverhältnissen. Denn derzeit gibt es in Retgendorf nur eine gemeindeeigene Immobilie, die zur Verfügung steht: den ehemaligen Jugendclub. Der ist lange geschlossen. Gebaut als Ferienunterkunft ist in einem Teil des Hauses heute der Bauhof untergebracht. Die anderen drei kleinen Räume sind für Veranstaltungen nicht oder nur sehr bedingt geeignet.

Die Gemeindevertretung hatte deshalb einen Architekten beauftragt, andere Immobilien auf Tauglichkeit für ein Gemeinschaftshaus zu prüfen. Das Ergebnis entzweit die ohnehin nicht immer einigen Gemeindevertreter. Ein Teil befürwortet den Vorschlag, die untere Etage des Pfarrhauses zu nutzen, andere wollen sich den Jugendclub noch einmal genauer ansehen. Sie schrecken vor einer Investition in fremdes Eigentum zurück. Das Pfarrhaus gehört der evangelischen Kirche, der Umbau würde deutlich mehr als 200 000 Euro kosten.

Der Garten- und Dorfpflegeverein hatte bereits zu einer Einwohnerversammlung eingeladen. Immerhin kamen rund 60 Interessierte. In der Runde tauchten dann auch Fragen auf, ob nicht der Gemeinde gehörende Immobilien in anderen Ortsteilen infrage kommen könnten. Immerhin gibt es beispielsweise in Liessow einen Saal, in Rubow den Versammlungsraum der Feuerwehr, der schon regelmäßig für Sitzungen der Gemeindevertretung genutzt wird.

Auf einer Einwohnerversammlung in Liessow sollten jetzt noch einmal die Bürger zu Wort kommen. Doch diese Versammlung wurde abgesagt. „Es gibt neue Erkenntnisse bei der Kirche, bei der Diakonie und in der Gemeinde“, sagte Bürgermeister Rüdiger Piehl gegenüber dieser Zeitung. „Darüber müssen wir jetzt erst einmal diskutieren.“ Einzelheiten wollte Piehl noch nicht sagen.

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