Dobin am See : Diskussionen um Kita in Retgendorf

Von außen eher unscheinbar: In diesen Flachbau - das alte Gemeindehaus in Retgendorf - zog die Kita aus Buchholz.
Von außen eher unscheinbar: In diesen Flachbau - das alte Gemeindehaus in Retgendorf - zog die Kita aus Buchholz.

Gemeinde sieht Eigenbedarf und will nun verhandeln

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03. November 2017, 16:00 Uhr

Fast immer einstimmig wurde die Tagesordnung in der Gemeinde Dobin am See am Mittwochabend in Liessow abgearbeitet. Doch bei einem Punkt waren sich die Gemeindevertreter nicht einig: Perspektiven für das Gemeindehaus in Retgendorf. So sieht der amtierende Bürgermeister Carlo Folgmann dringenden Gesprächsbedarf: „Vor fünf Jahren haben wir eine Lösung für den Kindergarten Buchholz geschaffen, indem wir unser Gemeindehaus angeboten haben. Dass wir uns damit für immer vom Gemeindehaus in Retgendorf verabschieden, war nicht geplant.“

Die Kita in Buchholz wies 2012 einen schlechten baulichen Zustand auf. Von Schimmelbefall, feuchten Wände und Rissen im Mauerwerk war die Rede. Die Behörden sprachen sich für einen zügigen Umzug aus. Die Gemeinde unterstützte das Projekt, investierte mehr als 33 000 Euro. Damals gingen die Dobiner davon aus, dass die Kinderzahl sinke und die Gemeinde bald mit der einige Jahre zuvor neu gebauten Kita „Für alle“ auskomme. Erfreulicherweise entwickelte es sich anders. Die Zahlen stiegen, der Platz wurde immer knapper. Dass der Kita-Träger für beide Häuser, das Diakoniewerk Neues Ufer, künftig nicht in fremdes Eigentum investieren möchte, können die Gemeindevertreter verstehen. Weiterhin aber auf ein Gemeindehaus in Retgendorf verzichten, möchten die wenigstens von ihnen.

„Wir haben das Angebot der Kirche, deren Gemeinderaum zu nutzen, aber das schließt einige Nutzungen aus“, sagte Gemeindevertreter Aloys Tacke. So gab er zu bedenken, dass die Kirchgemeinde Jugendweihen und politische Veranstaltungen nicht duldet. „Wir sind für alle da und sollten demnach eine Lösung suchen, mit der alle Einwohner leben können“, ergänzte er.

Bürgermeister Folgmann brachte auch die Idee eines Neubaus vor, betonte aber gleich, dass das eine schwere finanzielle Last für die Kommune bedeute. Umso wichtiger sei es, die Gespräche mit dem Diakoniewerk Neues Ufer wieder aufzunehmen, den Eigenbedarf der Kommune zu besprechen.

Für Veranstaltungen der Gemeinde oder auch private Feiern werde weiterhin das Gemeindezentrum in Liessow genutzt.

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