Schwerin : Direktor wirft das Handtuch

2011 bei der Grundsteinlegung für den Neubau der Stensenschule: Thomas Weßler mit Alt-Bischof Norbert Werbs
2011 bei der Grundsteinlegung für den Neubau der Stensenschule: Thomas Weßler mit Alt-Bischof Norbert Werbs

Streit mit Bistum: Thomas Weßler verlässt Bernostiftung

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02. März 2018, 21:00 Uhr

Im Streit zwischen dem Erzbistum Hamburg und der Bernostiftung über die Zukunft der katholischen Schulen in Mecklenburg hat der Stiftungsdirektor jetzt für sich einen Schlussstrich gezogen: Thomas Weßler verabschiedet sich zum neuen Schuljahr aus seinem Amt. „Ich bin dankbar für die Arbeit, die ich 17 Jahre lang in der Aufbauphase für Religionsunterricht, Schule und Stiftung in Mecklenburg leisten durfte“, sagte Weßler. „Wir haben in dieser Zeit viel miteinander bewegen können.“

„Der Weggang des Direktors ist ein großer Verlust. Herr Weßler hat mit seiner hohen Kompetenz und seinem Engagement die Schulen zu sehr guten Ergebnissen geführt. Aber ich kann seinen Schritt verstehen“, erklärte Stiftungsratsvorsitzender Hubert Maus. Das Erzbistum Hamburg will die Niels-Stensen-Schule in Schwerin und die Don-Bosco-Schule in Rostock, die bislang unter der Trägerschaft der Bernostiftung mit Sitz in Schwerin standen, zu erzbischöflichen Schulen machen. Um 500 000 Euro hatte das finanziell angeschlagene Bistum den Zuschuss für die Bernostiftung in diesem Jahr gekürzt. Neben den Schulen in Schwerin und Rostock ist die Stiftung auch noch Träger der Edith-Stein-Schule in Ludwigslust und der Johannes-Prassek-Schule in Lübeck.

Die Stiftung werde sich nun um eine Neubesetzung des Direktorenpostens bemühen, erklärte Hubert Maus. Auch zu Gesprächen mit dem Erzbistum sei der Stiftungsrat nach wie vor bereit. „Wenn wir zu dem Ergebnis kommen, dass die Schulen im Bistum ebenso gut aufgehoben sind wie in der Stiftung, reden wir darüber“, so der Stiftungsratsvorsitzende. „Aber jetzt, da die Hamburger Baustelle so groß ist, kann man keinem erklären, warum man ein gut funktionierendes System zugunsten einer unsicheren Situation aufgäbe.“

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