Schwerin : Digitale Schatzsuche auf dem Dreesch

Einen Blick  auf ihr GPS-Gerät werfen Anna und Daniel.
Einen Blick auf ihr GPS-Gerät werfen Anna und Daniel.

Jugendliche üben sich im Geocaching

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10. Februar 2018, 16:00 Uhr

Kinder wollen beschäftigt werden. Dies kann für die Eltern oder Großeltern gerade in den Ferien eine Herausforderung sein. Malen, lesen oder Computer spielen ist auf die Dauer langweilig. Aber für Schwerins Schüler gibt es reichlich Auswahl für besondere Ferienerlebnisse. Das Angebot reicht von Museumsführungen bis zum Trickfilm-Workshop. Heute: Mit Geocaching durch den Dreesch.

Das Lagerfeuer brennt. Auf dem Grill glühen die Kohlen. Die heiße Schokolade ist auch fertig. Das trifft sich, denn auf dem Schweriner Bauspielplatz ist es eiskalt. Doch das hält eine Gruppe von etwa 70 Kindern nicht auf. Bewaffnet mit kleinen GPS-Geräten – GPS, das ist ein Positionsbestimmungssystem – machen sie sich in sieben kleineren Gruppen auf digitale Schatzsuche durch die Stadtteile Großer Dreesch, Zippendorf und Mueßer Holz. Fünf Stationen haben die Kinder- und Jugendeinrichtungen des Trägerverbund III für die Ferienkinder vorbereitet. Eine der Einrichtungen ist der Bauspielplatz, der gleichzeitig Endpunkt der Schnitzeljagd ist. Beim Geocaching führen GPS-Koordinaten die Suchenden an einen genauen Punkt. „Die Kinder müssen an verschiedenen Stationen Aufgaben lösen. Erst dann bekommen sie die neuen Daten“, sagt Silke Brun, pädagogische Mitarbeiterin des Bauspielplatzes. Die Koordinaten führen die Jungen und Mädchen unter anderem in die Schule im Grünen des Schweriner Zoos. Hier sollen sie Schlangen streicheln. „Ich durfte mir die Schlange auch um den Hals legen“, berichtet der zwölfjährige Daniel mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Andere Zwischenstopps sind die Naturschutzstation des Nabu, das Studio des Offenen Kanals der Medienanstalt MV und das Grüne Tal. In diesem Park wartet auf die Kinder eine kleine Schatzsuche. Die letzten Koordinaten führen dann zum Bauspielplatz. „Es hat so viel Spaß gemacht“, sagt die elfjährige Anna.

Silke Brun freut sich über den Erfolg. „Die Kinder erweitern durch das Geocaching ihren Bewegungsradius“, sagt sie. Auch sei es eine gute Übung für die Selbstständigkeit der Kinder.

Auf dem Bauspielplatz wärmt sich der Nachwuchs am Lagerfeuer. Es gibt Bratwurst, Stockbrot und Kakao. Nach acht Kilometern Fußmarsch schmeckt das ganz besonders.

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