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Zeitung für die Landeshauptstadt

22. November 2017 | 06:49 Uhr

Dumm gelaufen : Dieb überführt sich per Kleinanzeige

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Polizei: 31-jähriger Tatverdächtiger inserierte Fahrrad-Ersatzteile im Internet

svz.de von
erstellt am 18.Aug.2014 | 21:00 Uhr

Nur eine halbe Stunde hatten die Fahrräder in der Nähe eines Restaurants in der Alten Crivitzer Landstraße gestanden, dann waren sie verschwunden. Gestohlen am helllichten Tag, jedes Rad rund 1500 Euro wert. Die Eigentümer schockiert. Doch die Schweriner Polizei kam dem mutmaßlichen Täter schnell auf die Schliche. Dabei halfen den Beamten ein aufmerksamer Zeuge und eine Kleinanzeige im Internet.

Noch am gleichen Abend, wenige Stunden nach der Tat, habe sich ein Zeuge bei der Polizei gemeldet, sagt der Leiter des Schweriner Kriminalkommissariates, Jörg Ninnemann. „Der Mann berichtete, dass auf dem Parkplatz der Kleingartenanlage ,Am Störtal‘ zwei unangeschlossene Fahrräder stehen würden.“ Bei einer Überprüfung habe sich herausgestellte, dass es sich tatsächlich um die beiden kurz zuvor entwendeten Räder handelte, so Ninnemann. „Von den Fahrrädern waren allerdings einige wertvolle Teile abgebaut worden, darunter Bremsen und Griffe.“

Am darauf folgenden Tag erhielt die Polizei einen weiteren Hinweis – vom Eigentümer eines der beiden Fahrräder. Auf einer Verkaufsplattform im Internet hatte er Fahrradteile entdeckt, die offenbar zu seinem Rad gehörten. „Beamte des Kriminaldauerdienstes überprüften die Anzeigennummer und konnten den Verkäufer ermitteln: einen 31-jährigen Schweriner“, schildert der Kripo-Chef.

Über die Staatsanwaltschaft habe die Polizei daraufhin beim Amtsgericht einen Durchsuchungsbefehl für die Wohnung des 31-Jährigen erwirkt, so Ninnemann. Ergebnis: „Bei der Durchsuchung wurde unter anderem eine Scheibenbremse mit Bremskabel gefunden, die einem der gestohlenen Fahrräder zugeordnet werden konnte.“

Der polizeibekannte 31-Jährige müsse sich nun aber nicht nur wegen besonders schweren Diebstahls verantworten, betont der Kripo-Chef. Beamte hätten in der Wohnung des Schweriners nämlich auch Betäubungsmittel und Utensilien für den Drogenkonsum entdeckt.

In der Landeshauptstadt sind in den ersten sieben Monaten dieses Jahres bereits 295 Fahrräder gestohlen worden. Allein in den Monaten Juni und Juli seien 58 bzw. 57 Diebstähle angezeigt worden, erklärt die zuständige Sachbearbeiterin der Schweriner Kripo, Madlen Fafczynski. „Darüber hinaus müssen wir von einer hohen Dunkelziffer ausgehen.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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