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Serie „Schweriner Sammelleidenschaften“ : Die Welt auf Nummernschildern

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mit vier Tafeln von einem Trabant fing es an, heute besitzt Christian Hansow mehr als 16 000 Auto-Kennzeichen – und die Sammlung wächst

svz.de von
erstellt am 30.Jan.2017 | 11:45 Uhr

Die Sammlung von Christian Hansow ist groß. Sehr groß sogar. Mehr als 16 000 Kennzeichen befinden sich in seinem Besitz – aus Schwerin, aus Mecklenburg-Vorpommern, aus ganz Deutschland und sogar aus Ländern außerhalb Europas. Für die SVZ-Serie „Schweriner Sammelleidenschaften“ zeigt er seine Schätze.

Im Alter von vier Jahren bekam Christian Hansow ein Geschenk von seinem Großvater – vier DDR-Kennzeichen von einem Trabant, ein Satz aus Ostberlin und ein Satz aus Schwerin. „Das war der Aufhänger für meine Sammelleidenschaft“, erzählt der gebürtige Schweriner. Die Autoschilder hängte der Junge zunächst an die Wand seines Zimmers, das Interesse war geweckt. Neugierig saß er dann viele Nachmittage am Fenster und hat sich die Kennzeichen der vorbeifahrenden Autos aufgeschrieben.

Zehn Jahre später erwachte das Hobby zum Leben, als Christian Hansow über Bekannte alte Nummernschilder bekam. „Ich fing an, in Auktionshäusern zu stöbern, das Internet zu durchforsten und Sammlervereine zu kontaktieren.“ Nach und nach trudelten die Kennzeichen bei ihm ein, die Sammlung wurde größer und passte irgendwann nicht mehr in die Wohnung. Zunächst wurden die Schilder im ehemaligen Technischen Landesmuseum im Marstall gelagert, seit einiger Zeit liegt ein Teil im Schweriner Feuerwehrmuseum. „Die Kernsammlung habe ich aber zu Hause in meiner Werkstatt und die ist größtenteils sortiert“, so der 29-Jährige.

Alte und aktuelle Auto-Kennzeichen aus den Zulassungsgebieten, Schilder von Behörden und aus dem Ausland – die Sammlung von Christian Hansow wächst und wächst. „Ich bin immer auf der Suche nach Kuriositäten. Dieser Jagdinstinkt macht für mich das Sammeln aus“, erklärt er. „Außerdem lerne ich auf den großen Sammlertreffen viele verschiedene Menschen kennen. Da sind schon richtige Freundschaften entstanden.“ Zudem schätze er es, das Land zu bereisen auf der Suche nach neuen Schätzen in den Zulassungsstellen, die für ihn die alten Schilder aufbewahren. „Der längste Kontakt besteht mit der Behörde in Schwerin.“

Und der Polizeikommissar hat noch lange nicht genug. Die Nummernschilder der Landtagspräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, des Landrates des ehemaligen Landkreises Schwerin und der Bundeskanzlerin stehen auf seiner Wunschliste. „Außerdem suche ich nach den numerischen Behördenkennzeichen aus den ehemaligen Landkreisen Gadebusch und Sternberg.“ Und auch eins aus dem Vatikan und San Marino fehle ihm noch.

In der großen Sammlung befinden sich Schätze, auf die Christian Hansow richtig stolz ist. „2005 habe ich aus der Staatskanzlei von Nordrhein-Westfalen ein Paket bekommen, in dem das repräsentative Kennzeichen von Bundespräsident Johannes Rau lag“, erzählt er. Auch das repräsentative Schild von Bundestagspräsident Wolfgang Thierse sowie ein Diplomatenkennzeichen aus Montenegro gehören zu seiner Sammlung, die weiter wachsen wird.

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