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Boldelas Oldtimer : Die Technik-Tüftler von Boldela

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Dieter Janko und Peter Grabbert laden Pfingstsonnabend zum ersten Oldtimer- und Traktorentreffen in das kleine Dorf ein

In Boldela gibt es vier Straßen, ein paar Dutzend Häuser, rund 200 Einwohner und ein Kriegerdenkmal. Es gibt eine Freiwillige Feuerwehr und das Stoppelcross-Team Black-Red. Ansonsten gibt es – nichts. Boldela, sagen sie scherzhaft in den umliegenden Ortschaften, das ist das Dorf am Ende der Sackgasse. Schön beschaulich ist es. „Aber los ist hier nichts“, sind sich Dieter Janko und Peter Grabbert einig. Das wollen sie ändern und veranstalten deshalb am Pfingstsonnabend das 1. Oldtimer- und Traktorentreffen in Boldela.

Peter Grabbert kommt mit einem seiner Lieblinge angetuckert. Ein Lanz Bulldog, Baujahr 1937. Vor acht Jahren hat er ihn einem Bauern aus Rastow abgekauft. „Da war der Traktor bedingt fahrbereit“, sagt der gelernte Maschinenbauschlosser und grinst. Hätte er den Glühkopfmotor angeworfen, da ist er sich sicher, wäre ihm das ganze Ding wohl um die Ohren geflogen. Grabbert hat den alten Traktor komplett auseinander genommen, ihn komplett auf Vordermann gebracht und wieder komplett zusammengebaut. Wie viele Stunden dauerte das  ? „Jahre“, sagt Grabbert. Schrauben und schweißen, „das ist mein Hobby“, sagt der 52-Jährige. Alte Fahrzeuge sammeln, sie wieder flott machen. „Das ist ein Männertraum“, fügt er hinzu. Mehr als 30 dieser Träume hat er sich schon erfüllt.

In Boldela ist er nicht der einzige, der betagte und ruinierte Nutzfahrzeuge irgendwann wieder wie neu aussehen lässt. Dieter Janko macht das auch. Wenn er nicht im Außendienst für eine Unternehmensgruppe unterwegs ist, dann bringt er seine Schwalbe-Kleinkrafträder, den Hanomag, Wartburg oder Trabant-Kübel auf Vordermann.

Mit Unterstützung ihrer Familien will das Duo Janko/Grabbert jetzt das 1. Oldtimer- und Traktorentreffen ausrichten. „Wer will, kann mit seinen Oldtimern zum Gemeindehaus an der Feuerwache kommen“, laden sie ein. Ab 7 Uhr geht es am Pfingstsonnabend los. Dann kann bis 20 Uhr geschaut und gefachsimpelt, präsentiert und begutachtet werden. Die Organisatoren rechnen mit rund 100 betagten Fahrzeuge. So viele auf einen Schlag – das ist das Dorf am Ende der Sackgasse nicht gewohnt. „Mal gucken, ob es was wird. Ein Versuch“, sagt Dieter Janko, „ist es wert.“

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erstellt am 12.Mai.2016 | 21:00 Uhr

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