Schwerin : Die Stunden vor dem großen Spiel

Aus Wasser soll Schampuswerden. Die 24-jährige Jennifer Geerties (l.) und die fünf Jahre jüngere Elisa Lohmann könnten bald auf die Deutsche Meisterschaft anstoßen.
Aus Wasser soll Schampuswerden. Die 24-jährige Jennifer Geerties (l.) und die fünf Jahre jüngere Elisa Lohmann könnten bald auf die Deutsche Meisterschaft anstoßen.

Volleyball-Finale: So bereiten sich Jennifer Geerties und Elisa Lohmann vor

von
25. April 2018, 12:00 Uhr

Heute ist der Tag für das große Spiel. Wenn um 18.10 Uhr in der Palmberg-Arena die zweite Partie der Schweriner Volleyball-Damen gegen die Frauen des MTV Stuttgart angepfiffen wird, dann sind zwei Schwerinerinnen mitten im Kampf um die Deutsche Meisterschaft. Wie jedoch die Stunden vor so einem Match ablaufen, das wissen nur die wenigsten.

Morgens, wenn die Spielerinnen die Augen öffnen, haben sie mindestens acht Stunden geschlafen – um 7 Uhr, manchmal etwas später, geht es an Spieltagen wie heute aus den Federn an den Frühstückstisch. Was da drauf steht? „Müsli und Wasser“, sagt Elisa Lohmann. Bei Jennifer Geerties darf es morgens gern das Marmeladen- und Käsebrötchen sein, ehe es zur morgendlichen Trainingseinheit geht. Knapp eine Stunde fliegen die Kunststoffkugeln über den Trainingsplatz. „Wir holen uns nochmal das richtige Ballgefühl“, sagt Geerties, die Kapitänin der Mannschaft.

Dann geht es für die jungen Damen wieder nach Hause. Mittagspause. Bei Heimspielen kocht jede ihr eigenes Süppchen. Bei Elisa und Jennifer heißt das jedoch, dass es immer das Gleiche gibt. „Eigentlich esse ich das ganz Jahr über Nudeln“, sagt Jennifer und lacht. „Natürlich an Spieltagen“, ergänzt sie. Spaghetti Bolognese kommen auf den Tisch. Auch Elisa setzt auf Nudeln. Ihr genügt die Tomatensoße zur Pasta.

Ruhephase. Von 13.30 Uhr bis etwa 15 Uhr heißt es Kraft tanken. „Ich versuche zu schlafen. Aber bei so wichtigen Spielen klappt das manchmal nicht“, so Jennifer Geerties. Auch Elisa kann dann nicht direkt die Augen schließen. Aber ausruhen auf der Couch tut gut. Gegen 16 Uhr wird es dann aber ernst. Tasche packen und los. Anderthalb Stunden vor dem Spiel ist Treff. Ein kleiner Snack aus Kaffee, Kuchen und Obst – dann Besprechung und gezielte Vorbereitung. In der Kabine immer die gleichen Rituale: Aus den Lautsprechern dröhnt immer die selbe Playlist. Umziehen, Haare flechten, stylen für den großen Auftritt. „Wenn das Fernsehen da ist, umso mehr“, sagt Elisa. Auch Kette und kleine Ohrstecker dürfen getragen – und zum großen Spiel natürlich auch schicke Arm- und Knieschoner. „Wir wollen aber nicht nur gut aussehen und vorbereitet sein, sondern in erster Linie Deutscher Meister werden“, so Jennifer Geerties. Dazu können beide Mädchen mit ihrem Team heute einen weiteren Schritt gehen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen