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Zeitung für die Landeshauptstadt

21. November 2017 | 02:01 Uhr

Auch das noch : Die Schauburg bleibt vorerst leer

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

In das ehemalige Kino kann kein Textilanbieter einziehen, weil nebenan der Neubau eines Hotels überraschend abgesagt wurde

von
erstellt am 15.Jan.2015 | 08:00 Uhr

Die wenigstens teilweise Nutzung des historischen Filmtheaters Schauburg in der Mecklenburgstraße steht wieder in den Sternen. Für den so genannten Block 20 zwischen der Mecklenburgstraße, der Geschwister-Scholl-Straße, der Goethestraße und der Helenenstraße wird vorerst kein Bebauungsplan aufgestellt. Der Grund: Ein Investor ist überraschend abgesprungen.

„Am Montag erhielt ich die Mitteilung, dass der Geschäftsführer des Mercure Hotels in der Klosterstraße, Dr. Gunnar Thies, nun doch kein zweites Hotel bauen will“, sagte Baudezernent Bernd Nottebaum auf der Hauptausschusssitzung in dieser Woche. „Die Gründe dafür kenne ich noch nicht.“ Mit dieser Entscheidung sei aber die Aufstellung eines Bebauungsplanes vorerst hinfällig. Die Stadt halte aber an ihren Plänen fest, das Quartier zu beleben.

Ursprünglich war geplant, außer einem zweiten Mercure Hotel einen Teil der Schauburg für ein Textilgeschäft zu nutzen. Der Anbieter TKmaxx hat großes Interesse an einem Standort in Schwerin angemeldet. Dem Unternehmen könne es nicht schnell genug gehen, sagte Nottebaum. TKmaxx bietet Markenware an, die nicht mehr der allerneuesten Mode entspricht und ist vor allem bei jungen Leuten beliebt. Für den Laden müsste ein Teil der Schauburg abgerissen werden.

„Ich werde jetzt Gespräche mit den Grundstückseigentümern, TKmaxx und Dr. Thies führen“, so der Baudezernent. „Erst danach werden wir sehen, wie es weitergehen kann.“ Für den Textilfilialisten gäbe es noch „zwei, drei andere mögliche Standorte“. „Der Block 20 wäre aber besser“, sagte Nottebaum.

„Das Areal ist das letzte Innenstadtquartier, das noch nicht entwickelt ist“, betonte Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow. „Es wäre optimal, wenn wir dort einen Textilanbieter und auch ein Hotel hinkriegten.“

 

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