Ehrenamt in Schwerin : Die Retterin des Buga-Labyrinths

Rund 100 Stunden jährlich im Einsatz für das Grün:  Ingrid Schultze.
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Rund 100 Stunden jährlich im Einsatz für das Grün: Ingrid Schultze.

Ingrid Schultze pflegt ehrenamtlich den Heckengarten an der Stellingstraße

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26. April 2017, 21:00 Uhr

„Die gärtnerische Arbeit ist aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken“, sagt Ingrid Schultze. Dass der Heckengarten im südlichen Schlossgarten heute gepflegt ist, ist ihrem ehrenamtlichen Engagement zu verdanken.

In einen unbeachteten Dornröschenschlaf lag das Buga-Objekt „Labyrinth“, nach dem Ende der Schau. 32 verschiedenen Laub- und 18 Nadelgehölze waren auf dem Areal der ehemaligen Straßenbahnwendeschleife gepflanzt worden. Teilweise hatten die Bäume und Sträucher bereits eine Höhe von 2,50 Meter, als Ingrid Schultze sie für sich entdeckte.

Die für die Gartenpflege zuständige Abteilung Öffentliches Grün der SDS sorgte einmal jährlich für den Heckenschnitt, „aber die sieben Blumenbeete waren total verwildert. Die Brennnesseln wuchsen mannshoch und immer, wenn ich in meiner Mittagspause im Heckengarten Erholung suchte, berührte mich der trostlose Zustand. So schloss ich einen Pflegepatenschaftsvertrag mit der SDS ab“, berichtet Ingrid Schultze.

Sie fand Unterstützung bei den Fachkräften, die im Schlossgarten tätig waren. In ihrer Freizeit legte sie die verbliebenen Stauden von Purpurglöckchen, Fetthenne und Funkie frei, sorgte für Nachpflanzungen. „Um den Gesamteindruck der Erstbepflanzung zur Buga 2009 zu erhalten, setzte ich dieselben Stauden aus den vorherigen Pflanzenfamilien ein“, berichtet die engagierte Ehrenamtliche. „Im Folgejahr steckte ich weiße Tulpe, pflanzte Saxifraga, roten und weißen Steinbrech und legte Natursteine als Begrenzung. Meine letzte gärtnerische Errungenschaft als Hintergrundbepflanzung auf einem der in Rottönen gehaltenen Beete ist Anemone hupehenis rosa. Sie wird vor einer Buchenlaubhecke im Spätsommer ihre Farbenpracht erstrahlen lassen.“

Glücklich sei sie, wenn der Erlebnisraum „Labyrinth“ von Hort- und Kita-Kindern zum Versteckspiel genutzt wird – „das ist Freude pur“, sagt Ingrid Schultze. „Auch Touristen und junge Grundstücksbesitzer sprechen mich manchmal an, um nach Heckensorten zu fragen, die sie besonders interessieren.“

Als Rentnerin wird Ingrid Schultze nicht kürzer treten. „Ich werde meine Fürsorge sicher auf das Sauberhalten weiterer Flächen, wie des kleinen Sandspielplatzes im Labyrinth, erweitern“, sagt sie lachend.


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