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Zeitung für die Landeshauptstadt

18. November 2017 | 13:18 Uhr

Ansage in Bus und Bahn : Die Namenlose aus der Dose

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wer steckt eigentlich dahinter? Heute – Straßenbahn: Eine Computer-Stimme kündigt die Haltestellen an

svz.de von
erstellt am 09.Feb.2017 | 21:00 Uhr

Wer nennt den Schwerinern täglich die nächste Haltestelle in der Straßenbahn? Wer nimmt eigentlich die Notrufe in der Leitstelle entgegen? Und wer bereitet in der Kantine jeden Mittag das Essen zu? In dieser und der nächsten Woche stellt SVZ Menschen vor, deren Leistungen zu unserem Alltag in der Stadt gehören, die jedoch im Hintergrund bleiben.

„Nächste Haltestelle: Marienplatz“, hallt es mehrmals am Tag durch die Straßenbahnen und Busse des Schweriner Nahverkehrs. Die Stimme wird dabei nie heißer oder ungeduldig – sie bleibt immer gleich. „Das liegt daran, dass unsere Sprecherin aus dem Computer kommt“, erklärt Frank Wehlmann, Leiter der Verkehrswirtschaft beim NVS. Früher sei es anders gewesen: „Vor 20 Jahren etwa hat ein NDR-Sprecher die Ansagen gemacht. Dann wurde die Technik aber aktualisiert und die Stimme umgestellt“, erläutert der Verkehrsexperte. Am Anfang mussten die Nahverkehrs-Mitarbeiter dann alle Haltestellen und zusätzliche Ansagen und Hinweise eingeben. Das helfe vor allem dabei, auf Bauarbeiten oder kurzfristigen Planänderungen schnell reagieren zu können, so Wehlmann.

Einen Namen hat die Ansagerin nicht. Wehlmann und seine beiden Kollegen im Fahrplanbüro teilen sich die Fahrplanansagen, die programmiert werden müssen. „Das funktioniert über eine Software, bei der man die Wahl zwischen einer Männer- und einer Frauenstimme hat“, berichtet der Verkehrswirtschaftsleiter. Die Software erstellt dann eine Sounddatei, die den Fahrgästen in den Bussen und Straßenbahnen vorgespielt wird. „Wir haben uns für die Frauenstimme entschieden. Einen bestimmten Grund gab es dafür aber nicht.“

Auch künftig wird die Computer-Stimme die Haltestellen oder Umsteigemöglichkeiten ader Busse und Straßenbahnen ankündigen: Ein Wechsel am Ansage-„Tisch“ ist nicht geplant. Auch in Zukunft ist die Stimme immer in den öffentlichen Verkehrsmitteln dabei – und lässt „Nächste Haltestelle: Marienplatz“ durch die Busse und Bahnen hallen.

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