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Zeitung für die Landeshauptstadt

23. September 2017 | 00:39 Uhr

Schwerin : Die nächste Parkzone ist da

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Große Teile der Werdervorstadt für Anwohnerparken reserviert: Druck auf Einpendler wächst

von
erstellt am 12.Mai.2014 | 08:00 Uhr

Wieviel Anwohnerparkzonen braucht die Stadt? Seit alle Stadtteile innerhalb des Ringes für Auswärtige nur noch kostenpflichtige Parkplätze haben, weichen die Berufspendler – insgesamt 25 000 täglich und zwei Drittel von ihnen kommen mit dem Auto – auf die angrenzenden Ortsteile aus. Deshalb wurde seit einem Jahr intensiv über eine Anwohnerparkzone für die Werdervorstadt diskutiert. Jetzt hat die Stadtvertretung sie beschlossen. Sie wird in dem Gebiet zwischen der Amtstraße und der Walter-Rathenau-Straße gelten. Nur die Kurzzeitparkplätze für die Kitas in der Bornhövedstraße und in der Rathenaustraße bleiben wie bisher allen Eltern vorbehalten.

„Das Ziel der Parkzonen ist, Verbesserungen für die Anwohner zu erreichen“, betont Verkehrsausschussvorsitzender Dr. Hagen Brauer. Ob das mit der neuen Regelung auch in der Werdervorstadt gelinge, sei indes nicht sicher. „Wir hatten deshalb zunächst einen kleineren Bereich vorgeschlagen, um zu testen, ob sich das Parkplatzproblem für die Anwohner so tatsächlich lösen lässt“, sagt Brauer. Denn zu den Zeiten, in denen die Parkplatznot am größten ist, nämlich abends, seien die Pendler längst wieder weg.

Der Ortsbeirat hingegen forderte eine Parkzone die gesamte Werdervorstadt. Die Stadtvertretung einigte sich auf die jetzt beschlossene Kompromiss-Variante. Damit, so vermuten Verkehrsplaner, wird jedoch nur der Verdrängungswettbewerb in andere Richtungen gelenkt und nicht das Problem selbst gelöst.

Auf die Anwohner der betreffenden Straßenzüge kommt nun der Weg zur Verwaltung zu, denn sie müssen sich demnächst Anwohnerparkausweise zulegen. Andernfalls kann es schnell passieren, dass das eigene Auto auf dem angestammten Parkplatz ein Knöllchen hat.

 

 

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