Schwerin : Die Liebe zum Leben weitergeben

Hat schon viele Menschen auf dem Weg in ein selbstständiges Leben begleitet: Gabi Rexin. Seit 1990 arbeitet die gelernte Horterzieherin bei den Dreescher Werkstätten.
Hat schon viele Menschen auf dem Weg in ein selbstständiges Leben begleitet: Gabi Rexin. Seit 1990 arbeitet die gelernte Horterzieherin bei den Dreescher Werkstätten.

Mit dem Herzen dabei: Gabi Rexin arbeitet als Betreuerin bei den Wohngruppen der Dreescher Werkstätten

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09. Oktober 2018, 23:29 Uhr

Gabi Rexin lächelt. Und die 60-Jährige lächelt gern und
viel. „Ich bin ein optimistischer Mensch und liebe das Leben“, sagt sie. Rexin sitzt
im Gemeinschaftsraum einer Wohngruppe der Dreescher Werkstätten in der Hamburger Allee, an einem Tisch mit vielen Stühlen, und spricht über ihre Arbeit – und über das Leben.

Seit 1990 arbeitet Gabi Rexin bei den Dreescher Werkstätten, kümmert sich um Menschen mit geistiger und körperlicher Beeinträchtigung. „Ich war schon im Unternehmen beschäftigt, da hatte es seinen jetzigen Namen noch gar nicht“, erzählt die gelernte Horterzieherin, die viele Jahre als Betreuerin in den Wohnbereichen der Dreescher Werkstätten tätig war. 2016 wechselte sie dann ins Team der so genannten Außenwohngruppen.

Sieben solcher Wohngruppen mit insgesamt 26 Plätzen gibt es in Neu Zippendorf. „Die Bewohner lernen in den Gruppen, selbstständig zu leben, selbst einzukaufen und zu kochen, Wäsche zu waschen und ihren Alltag
zu organisieren“, sagt Gabi Rexin. „Als Betreuer begleiten wir sie auf diesem Weg.“

Den Bewohnern zuzuhören, ihnen Mut zu machen, wenn ein neuer Lebensabschnitt beginnt, Lösungen aufzuzeigen, wenn mal Probleme auftreten, ob in der Küche oder im Gruppengefüge – das seien ihre wichtigsten Aufgaben, erklärt Gabi Rexin. Dabei würden sie und ihre Kollegen nicht nur am Tag für die Betreuten da sein, es gäbe auch einen nächtlichen Bereitschaftsdienst.

Ein Buch könnte sie schreiben über ihre Zeit bei den Dreescher Werkstätten, sagt Gabi Rexin. „Ich gehe immer gern zur Arbeit, verstehe mich gut mit meinen Kollegen und mit den betreuten Menschen.“ Geduld und Einfühlungsvermögen brauche, wer im sozialen Bereich arbeite, betont die 60-Jährige. „Und man muss mit dem Herzen dabei sein.“

Gabi Rexin mag die Vielfalt an ihrem Beruf, die so groß sei, wie die Vielfalt des Lebens. So habe sie erst jüngst einen jungen Mann bestärkt, den nächsten Schritt zu gehen und eine eigene Wohnung zu beziehen, erzählt die Betreuerin, die ihre Liebe zum Leben
nur zu gern an andere Menschen weitergibt.

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