Schwerin : Die Kunst als großes Puzzle

Auf der Museumstreppe: Voller Leuchtkraft sind die Bilder, die die Teilnehmer des Projektes „Sternenmaler“ im zurückliegenden halben Jahr angefertigt haben. Die einzelnen Arbeiten lassen sich zu einem Gesamtkunstwerk zusammensetzen.
Auf der Museumstreppe: Voller Leuchtkraft sind die Bilder, die die Teilnehmer des Projektes „Sternenmaler“ im zurückliegenden halben Jahr angefertigt haben. Die einzelnen Arbeiten lassen sich zu einem Gesamtkunstwerk zusammensetzen.

Integratives Projekt „Sternenmaler“: Kursteilnehmer zeigen ihre Arbeiten in einer Ausstellung im Staatlichen Museum

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10. Juli 2019, 05:00 Uhr

„Hier ist eine gelbe Ecke. Was passt dazu? Schaut doch mal!“ Daniela Melzig lud ihre Kursteilnehmer zum Puzzeln ein. Teil für Teil. Aus vielen einzelnen Kunstwerken, die unter der Anleitung der Schweriner Künstlerin entstanden waren, fügte sich so im Foyer des Staatlichen Museums ein wahres Gesamtkunstwerk zusammen – ausdrucksstark, in leuchtenden Farben. Die Künstler: Menschen mit Behinderung.

„Sternenmaler“, so lautet der Name des integrativen Kunstprojektes. Heiko Höcker, Vorsitzender des Sternentaler-Vereins in Schwerin, hatte die Idee zum Projekt. „Damit eine Idee aber auch Wirklichkeit wird, braucht man Kooperationspartner“, sagte Höcker gestern bei der Eröffnung der Ausstellung, in der die Sternenmaler stolz ihre Bilder zeigen. Und so dankte der Vorsitzende dem Museum und den Dreescher Werkstätten für die Zusammenarbeit.

Ein halbes Jahr lang haben die Kursteilnehmer, zehn Frauen und Männer, an ihren Werken gearbeitet. Daniela Melzig vermittelte ihnen praktische und künstlerische Techniken, baute mit auch die Rahmen und die Leinwände für die Bilder. „Ich male sehr gern, Pferde zum Beispiel“, erklärte der 52-jährige Frank, der zur Gruppe gehörte. „Die Teilnehmer konnten in der künstlerischen Arbeit ihre Empfindungen zum Ausdruck bringen“, sagte Betreuerin Heike Winkler von den Dreescher Werkstätten.

Teil des Sternenmaler-Projektes, gefördert von der Aktion Mensch, war neben der Erwachsenen-Gruppe auch eine Gruppe mit Kindern ohne Handicap, die von der Kunstpädagogin Tanja Zimmermann geleitet wurde. „Wir haben gemalt und gedruckt und eine schöne Zeit miteinander verbracht“, berichtete Zimmermann. Die entstandenen Bilder zeichneten sich durch eine ganz besondere Luftigkeit und Leichtigkeit aus.

„Herzlich willkommen im Museum. Es ist ganz toll, dass Sie hier sind.“ Vize-Museumsdirektor Gerhard Graulich persönlich begrüßte die großen und kleinen Künstler bei der gestrigen Ausstellungseröffnung. Für alle Teilnehmer, die während des Kunstprojektes auch durch das Museum geführt worden waren, gab es Urkunden.

Noch bis zum 14. Juli sind die Bilder aus dem Kunstprojekt im Staatlichen Museum zu sehen. Nach den Sommerferien wird das Projekt fortgesetzt. Dann machen sich neue Sternenmaler ans Werk.

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