Rund um die Kartoffel : Die Knollen-Kenner aus Plate

Koch Fred Günther zeigt den Plater Schülern, wie Kartoffeln geschält werden.
Foto:
Koch Fred Günther zeigt den Plater Schülern, wie Kartoffeln geschält werden.

In der Lewitz gibt es im Herbst wieder die Tüffelwochen, aber an der Naturgrundschule ist die Kartoffel-AG schon jetzt im Einsatz

svz.de von
01. Juli 2014, 23:51 Uhr

Weltweit gibt es um die 5500 Kartoffelsorten. „Goldmarie“ und „Salute“ gehören dazu. Genau mit diesen beiden Sorten beschäftigen sich derzeit Zweit-, Dritt- und Viertklässler der Naturgrundschule Plate – und dabei schauen sie den Kartoffeln nicht nur beim Wachsen zu.

Wenn sich bei den Hoteliers und Gastronomen der Lewitzregion bei den 2. Tüffelwochen in der Lewitzregion alles um die Kartoffel dreht, dann wollen auch Luis, Marvin, Celina, Anakin und all die anderen Schüler der „Kartoffel AG“ kräftig zulangen. Auf den Tisch sollen dann die selbst angebauten Kartoffeln kommen, bei der Zubereitung wird ein professioneller Koch helfen. Doch bevor die Erdäpfel gekocht, gebraten, gepellt oder frittiert werden, beschäftigt sich der Nachwuchs erst einmal intensiv mit dem Kartoffelanbau. „Wir haben die Kartoffeln Ende April gepflanzt“, sagt Marvin. Mit rund einem Dutzend Mitschülern sitzt er in einem kleinen Klassenraum der Naturgrundschule und hat einen Schnellhefter vor sich liegen. Darin sammelt er alles, was er über die Knollen bisher gelernt hat und schreibt auf, was sich im Laufe der letzten zwei Monate verändert hat. An diesem Mittag ist wieder Karen Lange, Netzwerkkoordinatorin Lewitz-Region da. Sie begleitet das Projekt genauso wie Schulsozialarbeiterin Esther Wagner. Steffen Schwedt von der Kartoffelhalle Sülte ist auch wieder gekommen. Er will schauen, wie sich die Knollen gemacht haben, erklärt, was es mit Kartoffelkäfern auf sich hat und das Krautfäule dafür sorgen kann, dass sich die Blätter braun verfärben. Draußen, in einem Beet des Schulgartens, sind die Pflanzen schon in die Höhe geschossen. Es regnet, Wasser gibt es für die Pflanzen in diesen Tagen zur Genüge. „Im Mai und Juni war es aber sehr trocken. Ich sehe, dass die Kinder in dieser Zeit ordentlich gegossen haben, denn sonst wären die Kartoffeln bisher nicht so gut gewachsen“, sagt der Experte. Noch müssen die kleinen Kartoffelbauern bis September warten, ehe sie ihre Erdäpfel ernten können, deshalb hat Steffen Schwedt einen Sack Kartoffeln mitgebracht. Warum, das erklärt den Acht- und Neunjährigen Fred Günther vom Banzkower Trend Hotel. „Ich möchte Euch zeigen, wie die Kartoffeln geschält werden“, sagt der Koch und verteilt in der Schulküche Messer und Kartoffelschäler. Alle können sich ausprobieren und die Kartoffeln von den Schalen befreien. Zwei, drei Gerichte will Fred Günther im Herbst mit den AG-Teilnehmern zubereiten. Ideen dafür gibt es schon genug. „Pommes, Kartoffelauflauf, Kartoffelsalat, Kartoffelpuffer“ – die Liste der Kartoffelspeisen, die die Schüler zusammentragen, ist schon jetzt lang. „Chips“, ruft einer. „Ja, auch das ist machbar“, weiß der Koch.

Weltweit werden jährlich etwa 300 Millionen Tonnen Kartoffeln geerntet. Ein paar Kilogramm steuern in diesem Jahr die Plater Schüler bei. Im Herbst, da sind sie sich einig, wird kräftig zugelangt. Auf den Geschmack sind sie längst gekommen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen