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Zeitung für die Landeshauptstadt

23. Oktober 2017 | 08:25 Uhr

Neue SVZ-Serie : Die kleinsten Straßen von Schwerin

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

In der Landeshauptstadt gibt es hunderte öffentliche Straßen und Plätze: Die neue SVZ-Serie stellt die kürzesten und zumeist unbekannten vor

svz.de von
erstellt am 06.Jan.2014 | 12:00 Uhr

Das amtliche Straßenverzeichnis der Landeshauptstadt führt derzeit mehr als 500 öffentliche Straßen und Plätze auf. Die größten und längsten sind meist auch die bekanntesten, deren Lage jeder Schweriner beschreiben kann wie beispielsweise den Obotritenring, die Werderstraße, die Hamburger Allee, die Mecklenburgstraße oder bei den Plätzen den Alten Garten, den Marienplatz, den Platz der Jugend, den Platz der Freiheit oder den Berliner Platz.

Doch wie sieht es mit den kleinen und unscheinbaren aus, die meist keine Geschäfte und Gaststätten und auch nur wenige Wohnhäuser haben? Zwar gibt es auch da wieder Unterschiede – die 1., 2. und 3. Enge Straße zwischen Mecklenburg- und Puschkinstraße oder die Straße am Dom sind auch gut bekannt – doch die meisten eben nicht. Denn wer kann schon auf Anhieb sagen, wo sich Tappenhagen, Kehrwieder oder die Straße Am Wochenend befinden? Selbst der Farmweg, die Schnitterwiese, der Pabsberg oder die Straße Auf dem Sande dürfte nur einer Minderheit der Schweriner bekannt sein. Deshalb wollen wir einige der weniger bekannten Straßen und Wege von Schwerin in lockerer Folge vorstellen. Das soll ohne strenge Kriterien oder Parameter erfolgen, die Auswahl ist subjektiv.

Den Start macht die Straße Kehrwieder. Sie befindet sich in der Feldstadt, ist uralt, nicht einmal 90 Schritt lang und man kann dennoch von einem Ende nicht das andere sehen. Denn die kleine Straße ist gebogen, windet sich als Sackgasse vom Karl-Liebknecht-Platz um die Niels-Stensen-Schule nach Norden. Schon vor 230 Jahren wurde sie urkundlich erwähnt. Der Name Kehrwieder ist typisch für eine Sackgasse, in die man immer wiederkehrte, um sie zu verlassen.

Nach der Sanierung im Zuge der Städtebauförderung – die Straße liegt im Sanierungsgebiet Feldstadt – zeigt sich Kehrwieder jetzt als moderne Straße mit typischer Altstadtpflasterung, Gehweg und Parkplätzen. In den Blickpunkt der Öffentlichkeit rückte die Sackgasse kurzzeitig, als nach einem Pausenhof für die wachsende Stensenschule gesucht wurde. Doch die Entscheidung fiel damals für den Liebknechtplatz. Heute ist Kehrwieder eine ruhige Altstadtstraße, die als attraktive Wohngegend begehrt ist und in der mehrere Reihenhäuser neu entstanden sind.

 

 

 

 

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