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Essen für guten Zweck : Die kleinen Geheimnisse der großen Stars

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Festspiel-Intendant Dr. Markus Fein plauderte bei der 19. Schweriner Domtafel aus dem Nähkästchen

svz.de von
erstellt am 26.Jan.2014 | 23:45 Uhr

Dirigent Simon Rattle näht vor dem Auftritt die Knöpfe an seinem Frack fest, um sein Lampenfieber zu bekämpfen, Geiger Thomas Zehetmair beruhigt sich mit Qigong, Pianist Anatol Ugorski greift zur Zigarette. Über die kleinen Geheimnisse der großen Klassik-Stars berichtete der neue Intendant der Festspiele MV, Dr. Markus Fein, bei der Schweriner Domtafel. Der 42-Jährige war Ehrengast bei der mittlerweile 19. Auflage des Benefiz-Essens in der Thomaskapelle.

Humorvoll und eloquent, so präsentierte sich Markus Fein bei der Domtafel. In seiner Festrede nahm er die Zuhörer mit auf eine Reise durch die Welt der Klassik, erzählte von Künstlerleben zwischen rauschenden Konzerterfolgen und einsamen Abenden in Hotelzimmern, von vertraglich fixiertem Hagebutten-Tee als Pausensnack, einem Publikum, das sich zur Klassik bekennt, aber noch viel öfter Konzerte besuchen könnte, und von Veranstaltern, die mit ausgefallenen Klimaanlagen und verklemmten Klavier-Pedalen zu kämpfen haben.

Thomas Balzer, Vorsitzender des Dom-Förderkreises, hatte bei der Begrüßung nicht zu viel versprochen. Unterhaltsam sollte der Abend werden – und er wurde es. Knapp 90 Gäste nahmen auch in diesem Jahr auf den Holzbänken der Thomaskapelle Platz und ließen sich von Ute Brinkama und ihrem Team verwöhnen. Als Hauptgang kam „brasato di vitello“ auf den Tisch – Braten vom Kalbsrücken mit Kapern-Zwiebel-Sauce, Romanesco-Röschen und kleinen Röstkartoffeln.

Schließlich der gute Zweck: Rund 6000 Euro brachte das Benefiz-Essen als Erlös für den Dom-Förderkreis ein. Das Geld soll für die Sanierung eines weiteren Historienfensters im Chorumgang des Doms verwendet werden, sagte die stellvertretende Förderkreis-Vorsitzende, Gerlinde Haker. Domprediger Albrecht Martins dankte den Teilnehmern der Domtafel für ihr Kommen. Die Arbeit des Förderkreises habe für die Domgemeinde eine große Bedeutung, unterstrich er.

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