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Zeitung für die Landeshauptstadt

19. November 2017 | 02:23 Uhr

Coole Feier : Die Jugend erobert Schwerin

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Das zweitägige Festival „Place2Be“ lockte viele tausend Partygänger aus dem ganzen Land auf die Marstall-Halbinsel

svz.de von
erstellt am 10.Aug.2014 | 22:15 Uhr

Ein Ort, an dem man es gut aushalten kann – das bedeutet frei übersetzt „Place to be“ oder cooler „Place2Be“. Die Marstall-Halbinsel war am Wochenende so ein Platz, auf dem Schwerin-Kritiker staunend feststellen konnten: Jugendliche mögen diese Stadt, Jugendliche aus dem ganzen Land kommen in diese Stadt, wenn ihnen etwas geboten wird. Und Jugendliche können friedlich feiern – mit Energy-Drinks statt Ecstasy, mit Bier statt Wodka und jeder Menge Musik. Rund 5000 Gäste zählten die Veranstalter des „Place2Be“-Festivals am Sonnabend, am Freitag waren etwa 3500 junge Leute gekommen. Björn Beglau und Issa Saleh sind hochzufrieden und glücklich. Nicht nur, weil ihr Festivalkonzept aufgegangen ist, sondern auch, weil sie bald wieder ordentlich Schlaf und hoffentlich weniger Anrufe kriegen. Die vergangenen Wochen waren für die beiden Schweriner nämlich ganz schön stressig. Zwar sind die 22-Jährigen schon alte Hasen im Party-Geschäft und hatten sich für die Vorbereitung von „Place2Be“ ein Freisemester an der Uni Rostock gegönnt. Doch vier Bühnen mit mehr als 40 Show-Acts, darunter Chart-Größen wie DJ Antoine, wollen ebenso organisiert und betreut werden wie Verpächter, Ordnungsbehörden, Shuttle-Service, Sicherheit, Technik, Zeltplatz, Online-Werbung und die Clubs, in denen Warm up und Aftershowparty stattfanden. „Mehr als 100 Leute haben für das Festival gearbeitet“, sagt Beglau. Gemeinsam mit seinem Freund Issa, den er seit der 6. Klasse kennt, hat er schon als Zehntklässler Abibälle und Partys fürs Fridericianum organisiert. Sie haben gute und lange Kontakte in die Schweriner Club-Szene. Security-Chef Olaf Schaefer nennen sie ihren „Ziehvater“. Dass sie gemeinsam nach vielen kleineren, erfolgreichen Festivals, aber auch einigen echten Flops mit „Place2Be 2014“ so einen Coup gelandet haben, macht sie stolz, aber weder überheblich noch faul. Die nächsten Veranstaltungen sind schon geplant. Und lernen steht auch auf der To-do-Liste. Björn Beglau studiert BWL und VWL, arbeitet zielgruppenorientiert an der Generation 16 bis 26 Jahre und ist immer auf der Suche nach neuen Trends. „Junge Leute wollen sich heute einfach ein schönes Wochenende machen, Musik hören, eine neue Stadt und neue Leute kennen lernen“, sagt er. Die 3-Tage-wach-Pillen-Partys werden abgelöst von entspannten Festivals, bei denen auf dem Zeltplatz weitergefeiert und auch mal geschlafen wird. Die aufstrebende „Leistungsgeneration“ achtet nicht nur auf Trends, sondern auf Fitness. Und reist lieber mit Bus und Bahn als mit dem Auto an.

 

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