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Zeitung für die Landeshauptstadt

21. August 2017 | 14:16 Uhr

Schweriner Inseln : Die jüngste Insel der Stadt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schwerin ist die Stadt der Seen und Wälder – und der Inseln. Heute: die Schwimmende Wiese

Die Eiszeit hat nicht nur zahlreiche Seen in wunderbarer Landschaft in der Region hinterlassen. Auf dem Schweriner Stadtgebiet gibt es auch einige Inseln. Eine davon ist die Schwimmende Wiese. Diese Insel ist jedoch menschengemacht.

Wieder war es die Bundesgartenschau 2009, die Anlass zur Anlage der Schwimmenden Wiese war. Um einen attraktiven Eingangsbereich für das Ausstellungsgelände zu schaffen, wurde der Platz am Jägerweg neu geordnet. Dazu gehörte, dass der Burgsee in seinem südlichen Bereich seine alte Ausdehnung zurückbekam. In den 1970er-Jahren war hier Schutt aus dem Abriss eines Gefängnisses und Teilen des Großen Moors in den See gekippt worden. Von April bis August 2007 arbeiteten die Bagger.

Danach wurde die Schwimmende Wiese „geformt“. Sie soll mit ihrer streng geometrischen Grundform ein modernes Gartenverständnis dokumentieren. Durch ihre klare Betonkante scheint die Insel auf dem Burgsee zu schwimmen.

Mit dem Bertha-Klingberg-Platz ist die Insel durch eine Brücke verbunden. Der Weg darüber führt durch eine Kolonnade, die von den Schwerinern schnell den Spitznamen „Toaster“ erhielt. Zum Schlossgarten schaffen drei kleinere Brücken die Verbindung zu den historischen Gärten.

Zur Bundesgartenschau waren auf mehreren nierenförmigen Pflanzflächen, den so genannten Mandarinenstücken, unzählige Zwiebelpflanzen und Stauden gesetzt. Davon sind heute nur noch Rudimente zu sehen, da die laufende Pflege auf Buga-Niveau zu kostenintensiv gewesen wäre.

Im Nordteil der Schwimmenden Wiese gibt es eine befestigte Fläche für Veranstaltungen. Die dafür erforderlichen elektrischen Anschlüsse waren bereits beim Bau der Insel berücksichtigt worden.

Vor allem bei schönem Wetter ist die Schwimmende Wiese ein beliebter Ort für die Schweriner. Ausspannen, lesen, sich mit Freunden treffen – auf der künstlichen Insel geht es eher ruhig zu.

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erstellt am 21.Apr.2017 | 12:00 Uhr

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