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Zeitung für die Landeshauptstadt

18. August 2017 | 16:19 Uhr

Schwerin : Die Hundemarke fest im Blick

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Jahresbilanz Ordnungsdienst: 157 nicht gemeldete Hunde entdeckt, 62 000 Euro zusätzlich in die Stadtkasse gespült

Das Ordnungsamt ist auf den Hund gekommen: Mehr als 18 000-mal klingelten die Außendienstmitarbeiter im vergangenen Jahr an Schweriner Türen oder kontrollierten Hundehalter auf der Straße und fragten, ob ihr Vierbeiner ordnungsgemäß angemeldet ist. Bis Ende Mai 2016 gab es weitere 8700 Kontrollen. Der Aufwand indes zahlte sich aus und spülte zusätzliche 61 832 Euro ins Stadtsäckel.

Bei seinen Kontrollen hat der Ordnungsdienst 157 nicht gemeldete Hunde entdeckt. Derzeit sind in der Landeshauptstadt 3724 Hunde registriert. Insgesamt nimmt die Stadt allein aus der Hundesteuer jährlich 361 832 Euro ein. „Die Kontrollen sind aber sehr zeitaufwändig und gehen teilweise zu Lasten anderen Aufgaben, zum Beispiel der Überwachung des ruhenden Verkehrs“, sagte die Leiterin des Fachdienstes Ordnung, Gabriele Kaufmann, gestern bei der Vorstellung des Jahresberichts. Oftmals würden die Türen nicht geöffnet oder der deutlich bellende Hund gehört angeblich jemand anderem. In diesen Fällen muss nachgeprüft oder der Besuch wiederholt werden. In Einfamiliensiedlungen beispielsweise gehe man zumeist erst abends. Die regulären Arbeitszeiten beim Ordnungsdienst enden erst um 21 Uhr, am Wochenende sind die Mitarbeiter auch länger unterwegs, so Kaufmann. Gearbeitet wird in zwei Schichten, die erste beginnt um 8 Uhr.

Per Fahrradstreife kümmerte sich der Ordnungsdienst um Vierbeiner, Herrchen, Frauchen und die Einhaltung des Leinenzwanges rund um die Seen. Immerhin: 1750 Gassigeher wurden kontrolliert, 16 von ihnen bekamen eine Anzeige.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge schaut Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow auf die Blitzer-Bilanz 2015: „Die Verkehrsteilnehmer fuhren sehr vernünftig, deshalb haben sich aber auch die städtischen Einnahmen in diesem Bereich reduziert.“ Ausnahme: Baustellen wie das Grüne Tal. „Erschreckend“ findet Gabriele Kaufmann, wie schnell bei erlaubten 30 Stundenkilometern gefahren wurde. Sie fürchtet vor allem um die Sicherheit der Bauarbeiter. „Auch als der Fahrradstreifen auf dem Obotritenring vor Kurzem markiert wurde, hatten wir präventiv einen Blitzer in der Baustelle positioniert und der hat oft angeschlagen. Für die Menschen, die auf der Straße arbeiten, ist dieses Verhalten der Autofahrer kreuzgefährlich.“ Bis zum 31. Mai wurde insgesamt an 130 mobilen und drei festen Standorten mehr als 3,2 Millionen Fahrzeuge gemessen und dabei 25 694 Verstöße festgestellt, so Kaufmann.

Immer weniger Autofahrer sausen aber bei Rot über die Ampel. Die Statistik: Wurden 2015 noch 6,4 Rotlichtsünder pro Messtag erwischt – insgesamt 2358 – waren es in diesem Jahr noch 6,1 Verstöße pro Messtag. Die Parksünder indes sorgten 2015 für gute Einnahmen: 63 000 Parkverstöße wurden geahndet, knapp 13 000 mehr als im Vorjahr. Seit Jahresbeginn sind es schon 28 868.

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