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Zeitung für die Landeshauptstadt

25. November 2017 | 04:57 Uhr

Gesund in Schwerin : Die Heilkraft der Blätter

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Anne-Katrin Schmiedehaus nutzt und verarbeitet Kräuter und gibt ihr Wissen weiter

von
erstellt am 06.Okt.2017 | 12:00 Uhr

Die einen starten mit einem Apfel in den Tag, die anderen mit einem warmen Brei. Wieder andere setzen auf Spaziergänge, kalte Duschen, Tees, Smoothies, Jogging oder Meditation. Doch welche Methode passt am besten zu wem? SVZ stellt Gesundheitsangebote aus Schwerin vor, die helfen, fit und gelassen durch den Alltag und die kalte Jahreszeit zu kommen. Heute: Kräuter.

Wer im Freundeskreis einen besonders sympathischen Eindruck machen möchte, der kann sich mit einer Lindenblütentee-Kur – drei große Tassen pro Tag – einen Vorteil verschaffen. „Die Linde sorgt für einen angenehmen Körpergeruch, stärkt das Herz und macht fröhlich“, sagt Kräuterexpertin Anne-Katrin Schmiedehaus und schenkt einen Tee ein, in dem neben Lindenblüten auch krampflösende Ringelblumen, Johanniskraut für gute Nerven und Rosenblüten für ein starkes Herz und den besonderen Geschmack sind.

Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen – an dieser Volksweisheit sei eine Menge dran, sagt Anne-Katrin Schmiedehaus. Und vieles wachse vor der eigenen Haustür. Das in der Erkältungs-Zeit so wichtige Vitamin C gibt es nicht nur in Südfrüchten, sondern auch in Hagebutten. „Am besten erntet man sie vom Rosenstrauch nach dem ersten Frost, dann sind sie süß und so weich, dass man sie durchs Sieb drücken kann“, sagt Anne-Kathrin Schmiedehaus. Als gute Vorbereitung auf den Winter empfiehlt sie Löwenzahn, Gänseblümchen, Kapuzinerkresse und Spitzwegerich. Die Zutaten können verarbeitet werden im Salat, im Smoothie oder als Tee. Thymian ist gut gegen Reizhusten, Johanniskraut vertreibt leicht Novemberdepressionen und Holunderbeerensaft beuge Erkältungen ebenso vor wie grünes Gemüse. Noch kann man viele Blätter frisch ernten, obwohl die Kräuterfrau selbst ab Mitte September lieber „in die Erde geht“, Wurzeln ausgräbt und verarbeitet.

Anne-Katrin Schmiedehaus ist studierte Ingenieurin startete mit 50 noch einmal völlig neu. Sie absolvierte eine Heilpflanzen- und eine Heilpraktiker-Ausbildung, eröffnete 2012 in der Goethestraße 88 die Kräuterschule Avila. Dort bietet sie das ganze Jahr über Kurse an. Außerdem kümmert sie sich um den Kräutergarten im Volkskundemuseum Mueß.


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