Leser des Monats : Die ganze Familie liest SVZ

Freuen sich: Manfred und Angret Kruse bekommen ein kleines Präsent von Volker Raab überreicht.
Freuen sich: Manfred und Angret Kruse bekommen ein kleines Präsent von Volker Raab überreicht.

Manfred Kruse hat seit 1964 unsere Zeitung, jetzt schauen auch schon Sohn und Enkel täglich ins Blatt

svz.de von
30. September 2015, 16:00 Uhr

Seit vielen Jahren pflegen Angret und Manfred Kruse das gleiche Ritual: Nach dem Aufstehen und dem Umweg über das Bad holt Manfred Kruse die Zeitung aus dem Briefkasten. „Die SVZ natürlich“, erklärt der 77-Jährige mit einem Augenzwinkern.

Seit 1962, erzählt Angret Kruse, seien sie und ihr Mann miteinander verheiratet. Zwei Jahre später folgte dann die erste gemeinsame Wohnung samt Zeitungsabo der SVZ. „Das seitdem übrigens nicht mehr gekündigt wurde“, sagt die Schwerinerin, die ihren Mann zum Leser des Monats vorgeschlagen hat. Gelesen wird laut dem Ehepaar immer „erst nach dem Frühstück“ – wenngleich auch die 74-Jährige zugibt, „während des Frühstücks schon die Überschriften vorzulesen und zu sondieren“. Nach dem Frühstück wird die SVZ dann aufgeteilt: Angret Kruse nimmt sich Sport und Wirtschaft, ihr Mann liest den Politik-Teil zuerst und füllt anschließend die Sudoku-Rätsel aus. Dann wird gewechselt, bis die Zeitung gegen Mittag durchgelesen ist.

Als Grund für die „Nominierung“ zum Leser des Monats führt Angret Kruse „die vielen, verschiedenen Leserbriefe“, die ihr Mann Manfred in den vergangenen Jahren verfasst hatte, an. So äußert er auch den Gratulanten aus der SVZ-Redaktion gegenüber seine Meinung zur neuen Fahrbahnführung in der Lübecker Straße: „Ich kann nicht verstehen, wie eine bisher vernünftige Führung der Fahrbahn ohne größeren Sinn verändert wird. Die Stadt hat doch kein Geld und bisher gab es keine Klagen.“

Auch auf dem Online-Auftritt der SVZ ist Manfred Kruse aktiv. „Wenn uns etwas aus Bützow interessiert, suchen wir im Internet nach den Artikeln der SVZ“, schildert der gelernte Eisenbahner. Und besondere Bilder werden ausgeschnitten, eingescannt und an Freunde in Mölln via Email geschickt.

Die „neue“ SVZ gefällt Manfred Kruse besser als davor: „Der Aufbau ist nun übersichtlicher, die Zeitung an sich handlicher. Auch die Ratgeber-Seiten sind gut gestaltet“.

Das „aktive Lesen“ der Familie Kruse beschränkt sich jedoch nicht nur auf Leserbriefe, Angret und Manfred Kruse senden auch Kochrezepte ein und nehmen an Gewinnspielen teil. So kam es auch, dass einmal ein Kochbuch von Reiner Prachtl als Preis im Briefkasten der Kruses landete. Besonders die Rubrik „Vor 20 Jahren“ lässt die Erinnerungen an verschiedene Momente der Vergangenheit wieder aufleben. „Man kann kaum glauben, dass 20 Jahre so schnell an einem vorbeiziehen können“, stellt der Rentner fest.

Die „Tradition des Zeitung Lesens“ führen nun der Sohn des Ehepaares und dessen Kinder weiter. Mit „der SVZ natürlich“, erklärt Manfred Kruse mit einem Augenzwinkern.

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