Schweriner in Afrika : Die „Future Kids“ von Ishinde

Glückliche Mädchen und Jungen: Anke Preuß, Chefin der Schweriner Kita gGmbH, traf in Tansania viele Kindergruppen.  Fotos: Privat (2)
1 von 2
Glückliche Mädchen und Jungen: Anke Preuß, Chefin der Schweriner Kita gGmbH, traf in Tansania viele Kindergruppen. Fotos: Privat (2)

Schweriner Kita gGmbH fördert in Tansania einen Kindergarten, der den gleichen Namen trägt wie die zweisprachige Kita im Mueßer Holz

23-13214194_23-66107979_1416392498.JPG von
08. Juni 2017, 08:00 Uhr

Anke Preuß und Gerlinde Haker sind zurück aus Afrika. Was die Chefin der Schweriner Kita gGmbH und die Mitarbeiterin der Tansania-Initiative der Domgemeinde mitgebracht haben, sind Eindrücke vom Leben auf dem Schwarzen Kontinent, sind Erlebnisse von Gastfreundschaft und Unbeschwertheit – trotz zum Teil bitterer Armut. In den Nordosten Tansanias führte die Reise der Frauen, zur Partnerdiözese der evangelischen Kirche in den Pare-Bergen.

„Future Kids“, so heißt der Kindergarten im Ort Ishinde. Dass die Einrichtung den gleichen Namen trägt wie die Kindertagesstätte der Kita gGmbH im Mueßer Holz, ist kein Zufall. Kinder, Eltern und Erzieher aus Schwerin haben mit ihrer Hilfsbereitschaft dafür gesorgt, dass die Kleinen das schönste Haus in der Gemeinde haben (SVZ berichtete). Insgesamt 6000 Euro trommelte die Kita gGmbH zusammen. „Ich konnte mich vor Ort davon überzeugen, dass das Geld gut angelegt ist“, sagt Anke Preuß. Noch immer gäbe es an dem Gebäude aus Stein einiges zu tun, aber der Betrieb laufe bereits. „40 Kinder besuchen derzeit die Einrichtung, bekommen jeden Tag einen Brei aus Mais“, so die Kita-gGmbH-Geschäftsführerin.

Auf ihre Reise nach Afrika hatte Anke Preuß einen Koffer voll gespendeter Spielsachen und Kosmetikartikel mitgenommen. „Vor allem die Frisbee-Scheiben kamen bei den Mädchen und Jungen sehr gut an“, berichtet sie.

Auch Gerlinde Haker war nicht mit leeren Händen nach Afrika geflogen. „Ich habe Brillen und Laptops mit nach Tansania gebracht“, erzählt die Schwerinerin, die seit Jahren den Kontakt zur Partnerdiözese hält. So besuchte Haker gemeinsam mit Anke Preuß wieder mehrere Frauengruppen, nahm an der Verabschiedungszeremonie für einen Pastor in der Stadt Same teil und war in der Massai-Steppe unterwegs.

„Überall wurden wir mit offenen Armen empfangen“, sagt Gerlinde Haker. In der Massai-Steppe traf sie auch Agnes, ein junges Mädchen, für das die Domgemeinde den Schulbesuch bezahlt. Ebenfalls bei den Massai besichtigte Haker eine Regenwasser-Aufbereitungsanlage, die mit Hilde der Schweriner Stadtwerke und der hiesigen Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungs-Gesellschaft (WAG) entstanden ist.

Anke Preuß und Gerlinde Haker werden wieder nach Tansania fahren, die Kinder von Ishinde besuchen und schauen, wie es Agnes geht. „In Afrika verändern sich die Maßstäbe“, sagt Preuß. „Man wird geerdet, sieht die Welt mit anderen Augen.“

Übrigens: Am 25. Juni von 10 bis 16 Uhr findet im Dom der 13. Mecklenburgische Tansania-Tag statt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen