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Schwerin: Großes Finale der Schlossfestspiele : Die Fledermaus tanzt zum letzten Mal

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Das große Finale ist eingeläutet: An diesem Wochenende gibt es die letzten beiden Vorstellung der Operette "Die Fledermaus". Dann ist der Ausflug der Schlossfestspiele des Staatstheaters ins Operettenfach Geschichte.

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erstellt am 19.Jul.2013 | 07:50 Uhr

Altstadt | Das große Finale ist eingeläutet: An diesem Wochenende gibt es die letzten beiden Vorstellung der Operette "Die Fledermaus" von Johann Strauss. Dann ist der Ausflug der Schlossfestspiele des Mecklenburgischen Staatstheaters ins Operettenfach Geschichte. Im kommenden Jahr kehrt Generalintendant Joachim Kümmritz zurück zu den Wurzeln des erfolgreichen Open-Air-Spektakels: Verdi-Opern. 2014 zeigt das Staatstheater "Nabucco".

Da die Vorstellung der "Fledermaus" am heutigen Sonnabend bereit ausverkauft ist, haben Besucher lediglich am Sonntagabend um 21 Uhr noch die Möglichkeit, die vom Publikum begeistert aufgenommene Inszenierung mit Gaststar Walter Plathe in der Rolle des Frosch zu erleben. Außerdem gilt das Angebot, beim Kauf von zwei Karten ein Programmheft gratis zu erhalten. Diese Aktion gilt nur, solange der Vorrat reicht.

Mehr als 32 000 Besucher werden die Schlossfestspiele als Höhepunkt des Kultur- und Gartensommers bis zum Sonntagabend gesehen haben. Generalintendant Joachim Kümmritz zeigt sich mit dem Ergebnis zufrieden: "Die ersten Wochen unserer Open-Air-Aufführungen fanden bei sehr unbeständigem, kalten Wetter statt, das haben wir am Kartenverkauf deutlich gespürt. Aber seitdem das Sommerwetter eingesetzt hat, hatten wir überwiegend ausverkaufte Vorstellungen. Mich freut vor allem, dass wir ausschließlich positive Resonanz dafür bekommen haben, in diesem Sommer eine große Operette zu spielen."

In den Vorjahren hatten sich Stimmen gemehrt, das Staatstheater sollte bei den Schlossfestspielen leichtere Kost bieten, nachdem beim "Freischütz" und "Macht des Schicksals" nicht nur im Gegensatz zu den erfolgreichen Verdi-Jahren keine Gewinne in die Theaterkasse fließen konnten, sondern sogar am Ende rote Zahlen standen. "Es war uns klar, dass wir mit einer Operette ebenso wie mit einem nicht so populären Stück wie ,Macht des Schicksals nicht die Besucherzahlen aufwändig inszenierter Verdi-Opern erreichen", gibt Generalintendant Kümmritz unumwunden zu. Dennoch sei "Die Fledermaus" vor allem auch aufgrund der Kürze der Vorbereitungszeit alles andere als eine Notlösung. Lange sei ungeklärt gewesen, ob der Alte Garten dem Schweriner Theater überhaupt als Spielstätte zur Verfügung stehen könne. Als es vom Land grünes Licht gab, war es fast zu spät, etwas auf die Beine zu stellen, sagt Kümmritz und lobt: "Was Peter Dehler dann mit der ,Fledermaus auf die Bühne gebracht hat, ist hervorragend."

Die Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin, die in diesem Jahr ihr 450. Jubiläum feiert, spielt bei den Schlossfestspielen unter der Leitung ihres amtierenden Generalmusikdirektors Daniel Huppert. Am Sonntag wird am Vormittag außerdem das Abschlusskonzert der "MeckProms" im Fürstenhof in Wismar zu hören sein, bevor sich die Staatskapelle und das Ensemble in eine kurze Sommerpause begeben. Die sechs "MeckProms"-Konzerte werden in diesem Sommer mehr als 5000 Besucher an die verschiedenen Spielorte in Mecklenburg gelockt haben.

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