zur Navigation springen
Zeitung für die Landeshauptstadt

17. Dezember 2017 | 22:32 Uhr

Kunst : Die Faszination der Extreme

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Der Schweriner Künstler Peter Klitta eröffnet mit seiner Werkschau „Musterung“ das Jahres-Ausstellungsprogramm im Kunstverein

von
erstellt am 24.Feb.2015 | 12:00 Uhr

Peter Klitta im Doppelpack: Der Schweriner Künstler eröffnet mit einer eigenen Werkschau nicht nur den Ausstellungsreigen 2015 im Kunstverein im E-Werk, sondern präsentiert auch einen eigenen Katalog. Kunstvereins-Vorsitzende Anne-Kathrin Auel hat ihn im Auftrag der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit dem Künstler erstellt. „Meute“ ist der Titel des Katalogs, „Musterung“ heißt die Ausstellung, für die der 1963 in Ludwigslust geborene Klitta mehr als 30 Bilder aus verschiedenen Schaffensperioden zusammengestellt hat.

In den hohen Räumen des E-Werks am Spieltordamm kommen große Gemälde wie „Idol“, „Fenster“, „Konvoi“, „Scott“ und natürlich die zweiteilige „Meute“ besonders eindrucksvoll zur Geltung. Gehängt hat Klitta sie eigenhändig – nicht nur, weil der rund 120 Mitglieder umfassende Kunstverein kein allzugroßes Team für solche Aufgaben hat, sondern auch, um das perfekte Maß zu finden. Der Betrachter stößt auf Bilder, die ihn lange festhalten. Viele zeigen Menschen in Extremsituationen, der personifizierte Tod ist manchmal ihr Begleiter. Polarforscher und Bergsteiger faszinieren Peter Klitta genauso wie Gelehrte und Künstler. In der „Meute“ hat er den Kopf des Dichters Edgar Allan Poe auf den Körper des Wissenschaftlers Edward Adrian Wilson gesetzt. Wilson war einer der fünf Männer, die bei der Scott-Expedition 1912 den Südpol erreichten, aber während ihrer Rückkehr starben. Poes mysteriöses Leben und Ende sowie Wilsons Kampf gegen das Unberechenbare passen für Klitta „gut zusammen“.

Auf den ersten Blick friedlicher, aber nicht weniger tiefgründig sind die Variationen von verlassenen Gartenlauben, die der Künstler in der Werkschau zeigt. „In vielen Bildern bringt Klitta einen abstrakten und einen realistischen Ansatz in Einklang“, sagt Anne-Kathrin Auel. „Farbflächen, Farbverläufe und Einschübe abstrakter Formen werden für den Künstler so wichtig wie die Details der jeweiligen Szene. Dieser Dynamik entspringt die Kraft seiner Kunst.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen