Finanzloch : Die Eintrittspreise für den Zoo steigen

Der Tierpark will seine Kosten senken und die Einnahmen erhöhen. So soll im kommenden Jahr ein Plus von 12 000 Euro erwirtschaftet werden.

svz.de von
10. Dezember 2013, 23:00 Uhr

Ein Besuch im Zoo wird teurer. Ab dem 1. Januar werden einige Preise erhöht. Laut Wirtschaftsplan sollen so 50 000 Euro zusätzlich in die Kassen des Tierparks kommen.

Nachdem in diesem Jahr bereits die Preise für die Tageskarten auf zwölf Euro angehoben worden waren, sollen nun auch die Jahreskarten mehr kosten. Außerdem fallen einige Ermäßigungen geringer aus. So sollen Kindergartenkinder ab dem kommenden Jahr einen Euro zahlen – bisher war für sie der Zoobesuch kostenlos. Auch Gruppen mit Hortkindern zahlen mehr, ebenso Schülergruppen von außerhalb, die die Zooschule besuchen.

Auch das gerade fertig gestellte Baumhaus soll mehr Geld in die Kassen spülen. Die Nachfrage sei schon jetzt gut, heißt es aus der städtischen Gesellschaft für Beteiligungsverwaltung. Zu bestimmten Zeiten ist das neue Angebot bereits ausgebucht. Und beim Einkauf von Futter will der Zoo auch sparen. Wurde bisher quasi jede Tüte einzeln gekauft, so soll ein Futtermittelmanagement und damit ein Großeinkauf Einsparungen bringen.

Mit diesem Bündel von Maßnahmen will der Zoo im kommenden Jahr ein Plus von 12 000 Euro erwirtschaften. Das ist nötig, weil inzwischen Verluste von insgesamt 582 000 Euro aufgelaufen sind. Denn bisher macht der Tierpark Jahr für Jahr ein Minus von 20 000 bis 30 000 Euro. Der Grund: Mit dem Haushaltssicherungekonzept haben die Stadtvertreter beschlossen, die Zuschüsse von einer Million Euro auf 970 000 Euro zu kürzen. Die beim städtischen Haushalt eingesparte Summe entspricht damit ziemlich genau dem Jahres-Fehlbetrag des Zoos. Allerdings ist diese Übereinstimmung für das laufende Jahr nicht ganz plausibel, heißt es aus der Stadtverwaltung. Denn Zoodirektorin Monika Häfner hat ein mehrere tausend Euro teures Gutachten zur Personalstruktur in Auftrag gegeben. Eine zusätzliche Ausgabe. Warum die notwendig war, konnte die Gesellschaft für Beteiligungsverwaltung nicht erklären. Andererseits gibt es im Tierpark mehrere langzeitkranke Mitarbeiter. Das müsste sich positiv auf die Personalausgaben auswirken, denn nach sechs Wochen übernimmt die Krankenkasse das Krankengeld – das entlastet wiederum das Zoo-Budget.

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