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Zeitung für die Landeshauptstadt

22. November 2017 | 10:25 Uhr

Baustart in Lübstorf : Die Bahn drückt aufs Tempo

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Erster Spatenstich für neues Stellwerk in Lübstorf. Streckenbau nördlich von Schwerin kostet rund 62 Millionen Euro

von
erstellt am 03.Jul.2017 | 20:15 Uhr

Großer Bahnhof heute Mittag hinter dem Bahnhof von Lübstorf: Politiker von der Bundesebene bis zu den Gemeinden waren der Einladung gefolgt, den Baustart für den Ausbau der etwa zehn Kilometer langen, zweigleisigen Strecke zwischen Schwerin-Carlshöhe und Bad Kleinen zu verfolgen. Rund 62 Millionen Euro steckt die Bahn in dieses Projekt. Das ist wiederum nur das letzte Teilstück des Streckenausbaus zwischen Schwerin und Bad Kleinen. Am Bahnhof Bad Kleinen läuft bereits die komplette Umgestaltung. Und auch bei Schwerin-Medewege wird gebaut, dort soll der Straßenverkehr Ende des Jahres über eine Brücke hoch über den Gleisen rollen.

Damit jedoch die Züge Ende 2018 mit Tempo 160 durchrollen können, muss nun bei Lübstorf gebaut werden. Und das ist nicht einfach eine Sanierung. Im Grunde genommen ist es ein Neubau. Denn Unterbau, Gleise, Weichen und Oberleitung werden komplett erneuert. Dabei gibt es zwei Knackpunkte: Die Stellwerkstechnik wird auf den neuesten Stand der Dinge gebracht. Das bisherige Stellwerk bei Carlshöhe hat bald ausgedient. Heute wurde der erste Spatenstich für ein neues am Bahnhof Lübstorf gesetzt. Das übernimmt Ende 2018 die Regulierung des Schienenverkehrs und der Schranken – gesteuert aus der Zentrale in Berlin. Fünf Millionen Euro kostet allein dieses Teilvorhaben, erläutert Projektleiter Marcus Zeckert.

Noch teurer und vor allem bautechnisch schwieriger wird der Streckenausbau bei Kronshof. Eine Moorstelle muss auf einer Länge von 400 Metern mit einer Stahl-Beton-Platte überbrückt werden. Allein dafür sind um die 600 Pfähle in den Untergrund zu rammen, bis zu 35 Meter tief. Die Kosten an dieser Stelle beziffert die Bahn mit etwa 15 Millionen Euro.

Dr. Joachim Trettin von der Bahnzentrale und Landesverkehrsminister Christian Pegel betonten, dass nach diesem Streckenausbau die Bahnreisenden in Fern- und Nahverkehr besser und schneller unterwegs sein werden. Sie baten aber auch um Verständnis, dass es während der langen Bauzeit zu Einschränkungen im Schienenverkehr und zu Baulärm kommen werde. Zwischen August 2017 und Dezember 2018 wird der Zugverkehr zumeist nur auf einem Gleis rollen. Zu Jahresbeginn 2018 kommen hier gar keine Züge durch, dann wird Ersatzverkehr gefahren. Ende 2018 soll der Ausbau der Zugstrecke von Schwerin bis Bad Kleinen abgeschlossen sein.

Zugleich geht die Bahn ans nächste Projekt: Damit Züge im Fernverkehr zwischen Schwerin und Lübeck in Zukunft auf den Abstecher nach Bad Kleinen verzichten können, soll vor dem Dorf am Außensee eine Kurve errichtet werden.

 

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