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Zeitung für die Landeshauptstadt

12. Dezember 2017 | 03:44 Uhr

Schwerin-Lankow : Die Ampel mit dem Straßenknick

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Sorgt für Kopfschütteln, aber rechtlich in Ordnung: Für die Einfahrt in Büdnerstraße hat die Stadt den Radweg auf Lübecker Straße erweitert

von
erstellt am 09.Okt.2015 | 06:30 Uhr

Der Bordstein entlang der Lübecker Straße stadteinwärts auf Höhe der Einmündung Büdnerstraße ist einer der neuesten, den Bauleute im Auftrag der Stadt gesetzt haben. Man sieht es ihm nicht an. Jede Menge schwarzer Flecken vom Gummiabrieb unzähliger Reifen zieren ihn. Es ist klar: Gegen ihn prallen viele Autoräder. Denn an den Bordstein, der wie aus dem Nichts plötzlich in die Mitte der Fahrbahn wächst, haben sich viel Autofahrer noch nicht gewöhnt.

Und das ist passiert: Für eine bessere Verkehrsanbindung des neuen Wohngebietes „Sodemannscher Teich“ ist seit Mitte September das Linksabbiegen von der Lübecker Straße in die Büdnerstraße möglich. Dazu wurde in der Lübecker Straße eine Abbiegespur eingerichtet. Stadteinwärts steht an der Ampel so nur eine Geradeausspur zur Verfügung – und eben der viel angefahrene Bordstein. Hinter der Kreuzung geht es auf zwei Fahrspuren weiter.

Am „Heißen Draht“ unserer Redaktion ist die neue Verkehrssituation in Lankow schon seit Tagen Thema. „Wem haben wir denn den genialen Schildbürgerstreich zu verdanken?“, ist dabei noch eine der vorzeigbarsten Formulierungen. „Was soll die künstliche Fahrbahneinengung auf eine Spur und nach 20 Metern wieder auf zwei Spuren? Und noch gleich eine niedliche Ampel dazu. Toll!“, so beispielsweise unser Leser Manfred Kruse, der schon des Öfteren beobachten konnte, dass vor allem Ortsfremde „stutzen und sich dann waghalsig einscheren in den laufenden Verkehr“.

Doch die Schelte ist zumindest aus verkehrsplanerischer Sicht völlig unbegründet, wie die Profis aus dem Amt für Verkehrsmanagement auf SVZ-Anfrage klarstellen. Alles sei nach Vorschrift erfolgt.

„Der Fahrbahnbogen der Geradeausspur für die Kfz ergibt sich aus den Abmaßen der Aufstellfläche für den querenden Radfahrer“, heißt es aus der Behörde. „Diese Fläche muss gemäß den Richtlinien für die Anlagen von Stadtstraßen mindestens 2,50 Meter breit sein, um eine sichere Aufstellung der Radfahrer zu gewährleisten. Dabei muss ein seitlicher Sicherheitsabstand zum angrenzenden Fahrstreifen von 0,5 Meter berücksichtigt werden. Die Breiten des vorhandenen Gehweges von 1,50 Meter und des Radweges von 2 Meter müssen beibehalten werden, um auch dort die im Regelwerk vorgegebenen Mindestmaße beizubehalten.“ Und so rückten eben Ampel und der „Waretebereich“ für Radler ein Stück auf die Straße.

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