Schwerin bekommt weitere Hochschule : Design-Hochschule startet im Herbst

<fettakgl><strong>Freuen sich über neuen Schwung</strong> für Schwerins Bildungslandschaft: </fettakgl>OB Angelika Gramkow, Designschul-Geschäftsführer Christian Hajdas und sein Stellvertreter Stephan Haring (r.).
Freuen sich über neuen Schwung für Schwerins Bildungslandschaft: OB Angelika Gramkow, Designschul-Geschäftsführer Christian Hajdas und sein Stellvertreter Stephan Haring (r.).

200 Bachelor-Studenten, 18 Professoren und ein Hochschul-Neubau in der City: Im Herbst können Studenten ein Bachelor-Studium in den Fächern Kommunikations-, Mode- und Game-Design an der Designschule in Schwerin beginnen.

svz.de von
22. März 2013, 10:32 Uhr

Schelfstadt | 200 Bachelor-Studenten, 18 Professoren und ein Hochschul-Neubau in der City: Das sind die Zukunftsvisionen von Christian Hajdas, Geschäftsführer der Schweriner Design-Schule. Dieses Ziel wird er zwar erst in ein paar Jahren erreichen, aber der erste große Schritt ist getan: Die private "Designhochschule" ist von der Akkreditierungsagentur und dem Wissenschaftsrat genehmigt, jetzt fehlt nur noch die offizielle staatliche Anerkennung vom Bildungsministerium. Das sei hoffentlich nur noch Formsache, so Hajdas, schließlich befinde man sich schon länger in konstruktiven Gesprächen mit dem Land. Wenn alles nach Plan läuft, können im Herbst die ersten Studenten in den Fachbereichen Kommunikations-, Mode- und Game-Design an der Hochschule in der Bergstraße durchstarten. Mindestens fünf Studenten pro Seminargruppe sind für den Anfang nötig, mittelfristig sollten es aber mindestens 15 werden. In den ersten drei Jahren werde die Hochschule wohl noch als ein Zuschussgeschäft laufen, aber das sei alles kalkuliert, so Hajdas.

Sechs Semester dauern die Studiengänge bis zum Bachelor-Abschluss, die Studiengebühren liegen pro Monat je nach Fachbereich um die 500 Euro. "Im bundesweiten Vergleich sind wir mit diesem Preis noch am unteren Rand", so Hajdas. "Die Studiengänge sind Bafög-fähig, aber viele Studenten werden nebenher wohl jobben müssen. Das ist aber zu schaffen." Diese Erfahrung hat Hajdas schon bei der Designschule gesammelt, die in Schwerin seit zehn Jahren am Markt ist und pro Ausbildungsjahr etwa 60 Studierende in den Fachbereichen Grafik-, Mode- und Game-Design zählt. Hochschule und höhere Berufsfachschule werden künftig als rechtlich klar getrennte Bereiche nebeneinander, aber unter einem Dach existieren. "Noch haben wir in unserem Haus genügend Kapazitäten frei für neue Studenten", sagt Christian Hajdas. "Wenn wir aber unsere Wunschzahl erreichen, dann können wir im Nahbereich an- oder umbauen." Auf jeden Fall werde die Hochschule in der Innenstadt bleiben.

Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow, die gestern zur Vorstellung der neuen Hochschule kam, sieht in der Neugründung ein wichtiges Signal für den Standort Schwerin: "Wir sind die einzige deutsche Landeshauptstadt, die keine staatliche Universität oder Hochschule hat. Ich freue mich, dass bei dieser jüngsten Neugründung die Wahl auf unsere Stadt gefallen ist. Das wird Schwerins Entwicklung als Standort für private Hochschulen neuen Schwung verleihen." Insgesamt 1000 Studierende könnte Schwerin damit bald erreichen, rund 800 lernen jetzt schon u.a. an Designschule, Baltic-College, Fachhochschule der Arbeitsagentur, Fernuni Hamburg oder SWS-Schulen. Damit werden Studenten auch für den Schweriner Wohnungsmarkt zu einer interessanten Größe. Vielleicht traue sich ein Investor sogar an eine Art Studentenwohnheim heran. Die Designschule hat inzwischen ganze Wohnblocks, die sie an ihre Studierenden vermietet. "Wir können zurzeit etwa 60 Zimmer anbieten", sagt der stellvertretende Geschäftsführer Stephan Haring.

Mitte Oktober soll der Studienbetrieb beginnen, bis dahin müssen immerhin 13 Professorenstellen besetzt sein, die entsprechenden Ausschreibungen erfolgen jetzt zeitnah. Ein Gründungssenat mit fünf Professoren aus ganz Deutschland hat seine Arbeit bereits aufgenommen, Gründungsrektor ist Dr. Klaus Palandt, der von 1975 bis 2003 im niedersächsischen Kultusministerium wirkte.

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