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Zeitung für die Landeshauptstadt

20. November 2017 | 03:29 Uhr

Betonklötze nerven : Der umstrittene Kreisverkehr

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

SVZ-Leserin regt an, Betonelemente an der Kreuzung Werkstraße, Schweriner Straße abzubauen

svz.de von
erstellt am 29.Dez.2015 | 12:00 Uhr

An der Kreuzung Werkstraße, Schweriner Straße befindet sich ein aus Betonblöcken gebildeter Kreisverkehr, der zum Stein des Anstoßes geworden ist. „Der Kreis ist ein hässlicher Klotz, der meines Erachtens unnötig ist. Es wird Zeit, dass dieser abgebaut wird, wir haben doch die Umgehungsstraße“, erklärt SVZ-Leserin Lotti Winterfeldt. Sie findet, dass der Kreisel seine Berechtigung verloren hat und jetzt nur noch ein Schandfleck ist.

In der Tat: Der Zustand der Betonelemente ist erbärmlich, sie sind verschmutzt, viele mit Graffiti beschmiert. Und seit der Schließung der Brauerei ist die Kreuzung keine solche mehr, sondern nur noch eine Einmündung. Abgesehen davon ist seit dem Bau der Umgehungsstraße Pampow das Verkehrsaufkommen erheblich geringer geworden und ein Schild am Kreisel weist darauf hin, dass die Durchfahrt durch die Schweriner Straße nach 400 Metern für Autos und Motorräder ohnehin gesperrt ist.

Aus Sicht der städtischen Verkehrsbehörde indes stellt sich die Sachlage anders dar. Die Verkehrsplaner halten den Kreisverkehr an dieser Stelle für berechtigt: Die Ortsumfahrung Pampow im Zuge der B 321 wurde im Oktober 2005 dem Verkehr übergeben, danach sei die abbiegende Hauptstraße nicht mehr zweckmäßig gewesen, berichtet Geert Böcker, Abteilungsleiter Verkehrsplanung des Amtes für Verkehrsmanagement. Zugleich habe es in dem Bereich immer wieder Probleme mit Geschwindigkeitsüberschreitungen und mit dem Durchgangsverkehr durch Wüstmark gegeben. „Deshalb wurde im Juni 2006 der Kreisverkehr eingerichtet“, so Geert Böcker. Und der habe sich bewährt.

Mit dem derzeitigen Zustand des Kreisels indes ist auch das Amt für Verkehrsmanagement nicht zufrieden. „Ich werde den Eigenbetrieb SDS, der für die Unterhaltung der Markierungen und Leitelemente zuständig ist, bitten, zu prüfen, welche Verbesserungen möglich sind“, so Carsten Bierstedt vom Amt.

Langfristig gesehen ist aus Sicht der Verkehrsplaner jedoch durchaus eine Veränderungen der Verkehrsregelung denkbar. Denn im Zusammenhang mit dem Planfeststellungsverfahren für die Ortsumfahrung Pampow sei die Schließung des Bahnübergangs beim Haltepunkt Schwerin-Süd avisiert worden. Wenn diese realisiert würde, sollte auch über eine Umgestaltung des Knotens nachgedacht werden.

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