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Neues Baugebiet Schwerin : „Der Standort wird funktionieren“

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Nach langer Wartezeit wird Freifläche an der Anne-Frank-Straße jetzt bebaut. Immobilienexperten freuen sich über Nachfrage

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erstellt am 23.Feb.2016 | 22:00 Uhr

Viele hatten das Areal zwischen SWG-Hochhaus und Dreescher Markt schon abgeschrieben, denn nach den letzten Abrissarbeiten im Februar 2012 tat sich lange nichts auf der Freifläche in der Anne-Frank-Straße. Wo früher Poliklinik, Frauenhaus und Obdachlosenheim standen, hatten die Stadtplaner ein Eigenheimgebiet ins Auge gefasst. Doch an Neubauten auf dem Dreesch wagte sich erst einmal kein Investor ran. Nun sollen dort schicke und gleichzeitig erschwingliche Wohnungen entstehen. Anfang März ist Baustart im „Anne-Frank-Karree“: zwölf Häuser mit jeweils sechs Eigentumswohnungen. Das erste Gebäude soll im Frühjahr 2017 bezugsfertig sein.

Die VR Bank finanziert das Vorhaben des Investors, der BIG Brüeler Immobilien & Grundbesitz GbR. Die VR Immobilien wird den Vertrieb übernehmen, Generalunternehmer ist die Mecklenburger Tiefbaugesellschaft, ebenfalls aus Brüel. Obwohl die Werbung noch nicht losgegangen ist, sei die Nachfrage schon groß, sagt Werner Hinz von der VR Immo. „Für fünf Häuser gibt es verbindliche Vorgespräche mit Institutionellen Anlegern. Der Standort wird garantiert funktionieren.“ Warum der Platz vier Jahre keinen Interessenten fand, erklärt sich der Immobilien-Profi so: „In Schwerin braucht manches seine Zeit, jetzt ist sie reif fürs Anne-Frank-Karree.“ Optimistisch stimmen ihn nicht nur die günstigen Kreditzinsen. „Auf dem Dreesch leben viele Leute, die sich bisher noch nicht getraut haben, in Eigentum zu investieren, die aber eine Menge Geld gespart haben“, meint Hinz. Für die sei das neue Quartier perfekt geeignet, ebenso für Menschen, die aus dem Umland zurück in die Landeshauptstadt ziehen möchten. Nahverkehrsanbindung, Ärzte, Apotheken, Einkaufsmöglichkeiten in nächster Umgebung ebenso wie Kitas, Schulen, Freizeitclub und Schwimmhalle machen den Standort nach Ansicht von Werner Hinz attraktiv. „Außerdem wird qualitativ hochwertig gebaut“, sagt Hinz. „Dass der Quadratmeterpreis hier bei 1700 Euro liegt statt bei 3000 Euro wie in den Waisengärten, ist vor allem dem günstigen Grundstückspreis auf dem Dreesch geschuldet.“ Außerdem werde ohne Keller oder Tiefgarage gebaut.

Zwei- und Dreiraum-Wohnungen in der Größe von 85 bis 95 Quadratmetern werden angeboten, im Erdgeschoss sind sie barrierefrei. Küche und Bad haben Fenster, die Loggien oder Terrassen sind nach Süden ausgerichtet. Jede Wohnung hat eine acht Quadratmeter große Abstellfläche, jedes Haus bekommt einen Fahrradschuppen. Über Fußböden, Fliesen und Kleinigkeiten wie Steckdosen können die neuen Eigentümern mit dem Erbauer individuell verhandeln. Alle Wohnungen haben Fußbodenheizung und dreifach verglaste Schallschutzfenster. Der Investor ist in Schwerin kein Unbekannter: „Die Brüeler haben schon in der Neuen Gartenstadt und am Schwälkenberg gebaut“, sagt Werner Hinz.

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