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Schwerins kleinste Straßen : Der Platz mit den ältesten Häusern

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

SVZ stellt Schwerins kleinste Straßen vor: Am Domhof stehen historisch wertvolle Fachwerkgebäude und die haben heute besondere Mieter

svz.de von
erstellt am 19.Jan.2014 | 22:00 Uhr

Zu den Straßen Schwerins, die von vielen nicht auf Anhieb gefunden werden, gehört der Domhof. Er befindet sich nämlich nicht direkt am Dom, sondern über die Puschkinstraße hinweg neben dem Schlachtermarkt. Die nicht einmal 60 Schritt lange Kopfsteinpflasterstraße ist dennoch eine ganz besondere: An ihr befindet sich das älteste Haus von Schwerin, ein Fachwerkbau, der heute das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege beherbergt. Wie die Aufschrift am Zierbalken belegt, wurde das Haus zwischen 1574 und 1562 erbaut und überstand mehrere Stadtbrände. Die Inschrift am Westflügel lautet: „O Herr, erbarme di unser unde wes uns gnedich. Anno 1574“.

Der Hauptbau stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde lange als Gasthof genutzt, im 19. Jahrhundert dann als Hotel, das unter anderem den Namen „Hotel de Paris“ trug. Seit 1916 wird es als Verwaltungsgebäude genutzt, 1981 zog die Denkmalpflege ein. Die prächtige Haustür verleiht dem Gebäude ein besonders würdevolles Aussehen.

Berühmt ist am Domhof auch das Logenhaus der Freimaurer, das 1846 vom Bruder des Hofbaumeisters Georg Adolph Demmler für die Loge „Harpokrates zur Mörgenröthe“ errichtet wurde. Heute sind dort nicht nur diese Loge, sondern noch weitere Freimaurerlogen zu Hause. Außerdem beherbergt das Logenhaus weitere ungewöhnliche Mieter, wie die Eingangstafel belegt, etwa den Servicelub der Schlaraffen.

Der Name Domhof, den die kleine Altstadtstraße trägt, stammt aus der Zeit ihrer ursprünglichen Nutzung – als Garten des Domkapitels. Seit 1340 ist das Grundstück schon bebaut. Das geht aus alten Urkunden hervor. Und noch heute strahlt der Domhof eine besondere Altstadtatmosphäre aus.

 

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