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Holthusens Freizeit-Opa : Der Opa aller Holthusener Kinder

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Alfred Lemcke hat auf die Fragen der Kleinen aus der Kita immer eine Antwort - egal ob es um den Garten, die Bienen oder das Handwerk geht

von
erstellt am 07.Jan.2017 | 16:00 Uhr

Wenn Alfred Lemcke in die Holthusener Kita kommt, wird er sofort umringt von den Mädchen und Jungen. „Hast du was aus dem Garten mitgebracht?“ „Wie geht es den Bienen?“ „Was reparierst du heute?“ Mit solchen und ähnlichen Fragen wird der rüstige Rentner stets begrüßt. Denn die mehr als 70 Kinder wissen, wenn Opa Lemcke kommt, wird es immer interessant. „Und das ist schon seit vielen Jahren so“, erzählt Kita-Leiterin Heidi Runow.

Gestern fiel das „Hallo“ für Alfred Lemcke besonders groß aus. Denn der gebürtige Holthusener feierte am 3.  Januar seinen 80. Geburtstag. Am Ehrentag selbst wurde mit der Familie gefeiert. Doch auch die Kleinen aus der Kita wollten ihrem Ruf-Opa gratulieren und luden ihn zu sich ein. Sie bastelten ein großes Plakat, hängten ihre gemalten Wünsche an eine lange Kette, buken Kuchen und sangen für den Jubilar. „Damit hatte ich gar nicht gerechnet“, sagt Alfred Lemcke sichtlich überrascht. In die Rolle des Wunsch-Opas sei er quasi reingewachsen. Lemcke dazu: „Weil ich einfach möchte, dass alle Kinder sich hier wohl fühlen, aber auch wissen sollen, wo sie aufwachsen.“ Eine wichtige Rolle dabei spielt der Garten an der Kita „Gänseblümchen“. Der ist „viel zu klein für einen echten Bauerngarten“, wie Heidi Runow betont. Deshalb nimmt Alfred Lemcke Jahr für Jahr die Kita-Kinder mit in seinen großen Garten und auch auf das benachbarte Feld und bringt ihnen vom Kartoffelpflanzen bis zum Rübenernten alles bei. Ganz wichtig dabei sind die Bienen. Denn Alfred Lemcke ist Hobby-Imker. So erfahren die Kindern, dass die Bienen wichtig für die Blütenpracht und die Früchte sind. Und auch, dass das Kita-Gebäude einst die Dorfschule war, kann Alfred Lemcke erzählen: „Ich bin hier zur Schule gegangen.“ Darüber hinaus hat der Senior auch noch goldene Hände: Wenn in der Kita eine kleine Reparatur nötig ist, kommt er gern vorbei. So ist auch das Zier-Storchennest vor dem Kita-Gebäude entstanden. Alfred Lemcke hat es gebaut. Die dort „lebenden“ Kunststörche heißen übrigens Alfred und Elli – nach dem Ehepaar Lemcke.

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