Schweriner Straßen : Der nackte Große Moor

Ein Teilstück des Großen Moors fast ohne Bäume – an diesen Anblick werden sich viele Schweriner vorerst gewöhnen müssen.
Ein Teilstück des Großen Moors fast ohne Bäume – an diesen Anblick werden sich viele Schweriner vorerst gewöhnen müssen.

13 Alleebäume standen dem Straßenausbau im Weg und sind gestern gefällt geworden

svz.de von
28. September 2017, 21:00 Uhr

Die Diskussion um den Erhalt der 13 Haselnussbäume im Fußgängerzonen-Bereich der Straße Großer Moor ging über viele Monate. Keine sieben Stunden dauerte es gestern letztlich, bis die Bäume am Boden lagen.

„Eine Schande ist das“, raunte ein Fahrradfahrer den beiden Holzfällern zu, die an diesem Morgen nichts anderes gemacht hatten, als einen Auftrags-Job zu erledigen. „Die hätten nie gefällt werden müssen“, schimpfte der Radler weiter und drehte Kopf schüttelnd ab. Das mit der Fällung sieht Schwerins Baudezernent Bernd Nottebaum ganz anders. „Der Erhalt der Bäume ist wegen der Leitungsarbeiten im Untergrund nicht möglich.“ Die Bäume in der Fußgängerzone, so Nottebaum weiter, ständen unmittelbar auf beziehungsweise an den vorhandenen Leitungen, die im Zuge des Ausbaus erneuert werden sollen. Damit dieser Teil des Großen Moors später nicht so nackt aussieht, wie es jetzt der Fall ist, sollen nach Bauschluss 14 Bäume mit einem Mindestalter von 15 Jahren gepflanzt werden.

Der Straßenabschnitt in der Fußgängerzone ist nun zwischen Puschkinstraße bis zur Einmündung in die Landesrabbiner-Holdheim-Straße gesperrt. Alle Anlieger können laut Baudezernent ihre Gebäude fußläufig erreichen. Die Zufahrt in die Landesrabbiner-Holdheim-Straße und auf den Schlachtermarkt sei gewährleistet. „Der erste Bauabschnitt soll bis Mai fertig werden, damit die Außen- und Freiluftgastronomie möglichst ungestört in die Saison starten kann“, so Bernd Nottebaum.


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